Musikalische Vesper

Musikalische Vesper: Magische Klänge in der Kirche von Eschwege

Eine Frau mit einer Harfe und eine mit einer Tenorblockflöte.
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Das Musikduo: Heike Neuber und Julia Bügel.

Mit Harfe und Tenorblockflöte: In der Neustädter Kirche in Eschwege gab es am Wochenende eine musikalische Vesper mit dem Duo Heike Neuber und Julia Bügel.

Eschwege – In die Klänge der Tenorblockflöte, die ein magisches Bild zeichnen, steigt die Harfe sanft und leise ein, bevor sich eine träumerische Melodie entwickelt, die für einen fesselnden Einstieg in den Abend sorgt.

Eine Instrumentenkombination der außergewöhnlicheren Art erwartete die Besucher der kleinen Musikalischen Vesper in der Neustädter Kirche am Samstagabend, als Heike Neuber an der Harfe und Julia Bügel an der Tenorblockflöte für besondere Klänge sorgten.

Ich bin froh, dass ich das erleben durfte.

Iris Keudel

Ursprünglich hatte das unter Heike Neubers Leitung stehende Blockflötenorchester „Neuberin-Band(e)“ an diesem Abend auftreten sollen. Aufgrund der Corona-Hygieneregeln hatte man sich jedoch dagegen entschieden. Da Julia Bügel Teil der „Neuberin-Band(e)“ ist und bereits oft gemeinsam mit Heike Neuber musiziert hat, wurde aus der Musikalischen Vesper mit Blockflötenorchester ein Abend mit Harfen- und Tenorblockflötenklängen.

„Ich bin froh, dass ich das erleben durfte“, dankte Iris Keudel für die Musik des Abends und mit schallendem Applaus stimmten die Besucher ihren Worten zu.

Den Stücken zeitgenössischer Komponisten wie Philip Gates und dessen Titel „At Loch Leven“ und Henri Vacheys „Grisaille“ verliehen Harfe und Tenorblockflöte einen magischen Klang, der mal mit leisem Zupfen und mal fließend in fremde Welten entführte.

In die weichen, spiralförmigen Klänge der Harfe setzte bei „Dance of the Sandpiper“ ein Ruf der Tenorblockflöte ein und gemeinsam steigerte sich die Melodie, erfüllte die Kirche, bevor die Harfe das Stück leise und immer ruhiger werdend ausklingen ließ.

Ebenfalls mit zwei Titeln von Monika Stadler überzeugte Heike Neuber an der Harfe auch mit den Solo-Stücken „Schön, dass es dich gibt“ und dem sommerlichen „Beltane Dance/ Maitanz“.

Ein klarer Einstieg und der Dialog-Charakter machten Linda De Britas „Whispers“ aus, bei dem Heike Neuber und Julia Bügel besonders gutes Zusammenspiel bewiesen. Einen emotionalen Abschluss der kleinen Musikalischen Vesper bildete „O Mio Babbino Caro“ von Giacomo Puccini und damit das älteste Stück des Abends.

Begeisterter Applaus erwartete die beiden Musikerinnen und Iris Keudel dankte für einen Abend mit toller Musik, abwechslungsreichem Programm und einem Instrument, das man sonst eher nicht fast allein zu hören bekomme. (Von Eden Sophie Rimbach)

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