Klinken weiter auf Fachkräftesuche 

Kliniken halten Untergrenzen ein - Nur eine Sanktion bisher

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Kliniken halten Untergrenzen ein - Nur eine Sanktion bisher

Die Kliniken im Kreis haben die Vorgaben zur so genannten Pflegeuntergrenzen-Verordnung eingehalten. Damit soll die ausreichende Versorgung der Patienten sichergestellt werden.

Intensivmedizin, Geriatrie, Unfallchirurgie und Kardiologie – für diese pflegeintensiven Krankenhaus-Bereiche gibt es seit einem Jahr neue Vorgaben. Durch die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) soll jederzeit eine ausreichende Versorgung der Patienten sichergestellt werden. 

Wir haben bei den Kliniken im Kreis nachgefragt, ob sie die Vorgaben einhalten konnten.

Nicht alle Stationen fielen unter diese Regelung 

Die Intensivstationen der Kliniken in Witzenhausen und Eschwege fielen wegen zu weniger Fälle in 2018 im vergangenen Jahr nicht unter die Regelung, sagt Personalreferentin Isabell Vespermann. „Ab 2020 müssen wir die Untergrenzen einhalten und können die geforderte Besetzung sicherstellen.“

In den anderen Bereichen gab es laut Verwaltungsdirektor Michael Rimbach nur eine Ausnahme wegen einer späten Krankmeldung für den Nachtdienst. Dafür musste die Gesundheitsholding einen Vergütungsabschlag von rund 4000 Euro in Kauf nehmen. Um gegenzusteuern, wurde, so Vespermann, ein Springerpool aufgebaut.

Übernahme zur Stellenbesetzung 

Um Stellen zu besetzen, wurden im Oktober vergangenen Jahres 16 frisch ausgebildete Pflegekräfte aus dem Examenskurs übernommen, zudem freue sich das Unternehmen über Initiativbewerbungen, sagt Vespermann. Für die Dokumentation der PpUGV müssen laut gesetzlicher Vorgabe Durchschnittwerte der Personalbesetzung gemeldet werden. Dafür werden täglich rund 30 Minuten Zeit benötigt, so Vespermann.

In der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau würden die Pflegepersonaluntergrenzen aktuell die Bereiche Intensivmedizin und Unfallchirurgie betreffen. Allerdings fallen diese aufgrund der Fallzahlen „bislang noch nicht unter das Gesetz“, erklärt Geschäftsführer Matthias Adler. 

Die Klinik erfülle den gesetzlich geforderten Stellenschlüssel trotzdem seit mehreren Jahren. Allerdings, so Adler: Die neue Gesetzgebung nebst Nachweispflichten gehe mit einem erhöhten Verwaltungsaufwand einher, „der in der Regel aber nicht refinanziert wird.“ Zwar sei die Orthopädische Klinik noch von der Dokumentationspflicht befreit, sehe jedoch mit Sorge einem höheren Aufwand entgegen.

Klink weiter auf Fachkräftesuche 

Wie andere Kliniken, so ist auch die Orthopädische Klinik immer auf der Suche nach Pflege-Fachkräften, sagt Pflegedirektorin Heike Schmidt. Neben anderen Maßnahmen wie Qualifizierungen rücke auch das Thema „ausländische Pflegekräfte“ immer mehr in den Fokus. 

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