Lange Rückstaus behindern Verkehrsfluss seit Umbau

Eschwege: Linke wollen neue Regelung an Kreuzung

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Typische Situation: Seit die Verkehrsführung an der ersten Werrabrücke in Eschwege geändert wurde, kommt es öfter zu diesen Pattsituationen, wo jeder jedem Vorfahrt gewähren müsste. In Stoßzeiten braucht man an der Kreuzung deshalb oft viel Geduld.

Eschwege. Die Linken in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung fordern von der Verwaltung einen Bericht über die Kreuzung an der ersten Werrabrücke und wollen während der Sitzung des Kreisstadtparlamentes am Donnerstag über das Thema reden.

An der Kreuzung von Mühlgraben, Brückenstraße und Stad kommt es seit Monaten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und in der Folge zu deutlichen Rückstaus.

„Auf die Probleme an der Kreuzung werde ich immer wieder und bei jeder Gelegenheit angesprochen“, sagt Bernhard Gassmann, Fraktionsvorsitzender der Eschweger Linken, „wir haben den Eindruck, die Kreuzung funktioniert nicht.“ Die langen Rückstaus in den Hauptverkehrszeiten würden heftig kritisiert, zum anderen fühlten sich die Menschen wegen der Vorfahrtsregelung verunsichert. Gassmann: „Was theoretisch vernünftig ist, sorgt in der Praxis für ganz viel Unsicherheit, ja sogar Angst und führt zu riskanten Situationen.“ 

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Die Stadtverordneten müssten sich mit dieser offensichtlichen Problematik in den politischen Gremien auseinandersetzen und könnten nicht länger dazu schweigen, so Gassmann. Er sieht die Ursachen in der veränderten Bauausführung, beziehungsweise in veränderten Planungen. Ursprünglich sei ein Kreisel geplant gewesen. Die Vorfahrtsregelung wäre eindeutig: Wer im Kreisel unterwegs ist, hat Vorfahrt, wer hinein fährt, muss Vorfahrt gewähren. Weil es den Kreisel jetzt aber nicht gebe, komme es immer wieder zu großen Problemen.

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„Grundsätzlich bin ich mit der Erneuerung einverstanden“, sagt Gassmann, „mit der Umsetzung aber gar nicht.“ Gassmann schlägt vor, das Linksabbiegen aus Richtung Brückenstraße zu untersagen, möglicherweise auch die Vorfahrtsregelung zu überdenken. „Grundsätzlich können wir aber über alles diskutieren, das kann sich entwickeln.“

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