Gesetzesänderung ermöglicht gemeinsame Abschussquoten

Mehr Verantwortung für Hegegemeinschaften

Eschwege. Veränderte Rahmenbedingungen und die Neufassung des hessischen Jagdgesetzes lassen seit nun schon einem Jahr den Jägern deutlich mehr Verantwortung zukommen. „Durch die Gesetzesänderung wurde diese Verantwortung auf die Hegegemeinschaften übertragen.

Bei der Rehwildjagd sind jetzt gemeinsame Abschussquoten möglich, der früher nötige Plan für jedes einzelne Revier fällt nun weg“, erklärte Rainer Stelzner gegenüber der WR.

Der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege geht auch auf den Wegfall des Verbissgutachtens ein: „Dadurch ist viel Bürokratie weggebrochen, die der Unteren Jagdbehörde des Landkreises erspart bleibt“, so Stelzner. Dennoch sei es wichtig, dass die Abschusszahlen in den einzelnen Revieren gleich bleiben, damit Zank und Streit verhindert werden: „Die Devise, wer zuerst kommt, der mahlt zuerst, darf auf keinen Fall greifen, zumal es ohnehin möglich ist, die Abschusszahlen in den Revieren um 30 Prozent zu überschreiten“, bezeichnet Rainer Stelzner die „Gesetzesänderung als absolut in Ordnung“.

Ähnlich sieht das auch Michael Stein, der in Ulfen Jagdpächter und -vorsteher ist: „Die Abschusszahlen in den Revieren waren bislang vom Verbiss abhängig. Viel Verbiss, der die Natur erheblich beeinträchtigte, verlangte logischerweise höhere Abschussquoten“, erläuterte Michael Stein. Für ihn ist durch das neue Jagdgesetz viel umständliche Arbeit für die zuständigen Behörden weggefallen. „Ich kann das in erster Linie für die Bereiche Sontra und Ringgau beurteilen, da laufen die Aufstellungen der Abschusspläne ganz prima“, so die Bilanz von Michael Stein.

Von Harald Triller und Alia Shuhaiber

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