Notgruppe für zwei Jahre 

Eschwege: Neue Kita schon 2018 unrealistsich

Eschwege. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Kindertagesstätte in Eschwege schon im August 2018 wird es nichts. Das wurde während einer Sitzung der Ausschüsse für Soziales und Familien sowie für Bauen und Umwelt am Montagabend im Rathaussaal der Kreisstadt deutlich. 

Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie der Neubau selbst werden nach Auskunft der Verwaltung mindestens 21 Monate Zeit benötigen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte während ihrer jüngsten Sitzung Anfang Juni den Grundsatzbeschluss für den Bau der Einrichtung gefasst, die zum Beginn des übernächsten Kindergartenjahres im August 2018 bezugsfertig sein sollte. Bis dahin sollte eine Not- beziehungsweise Übergangslösung für die Kinder gefunden werden, die ab August 2017 Anspruch auf Betreuung haben, für die aber in den vorhandenen Einrichtungen kein Platz zur Verfügung steht.

Jetzt kalkulieren die Abgeordneten damit, dass diese Übergangsgruppe für zwei Jahre eingerichtet wird, um die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtung zu überbrücken. Die Suche nach der Übergangslösung genießt höchste Priorität. Zur Verfügung steht sie wohl erst zum 1. September. Mehrere Varianten werden zurzeit diskutiert und geprüft. In drei vorhandenen Kindergärten könnten weitere Gruppen eingerichtet werden. 

Als Standort für eine neue Einrichtung gelten zwei zentrumsnahe Grundstücke als Favorit: das frühere Postgelände an der Friedrich-Wilhelm-Straße und das Aldi-Areal an der Goldbachstraße. Bei einem Neubau kalkuliert die Stadt mit einem Investitionsvolumen von deutlich über zwei Millionen Euro. Am Montagabend wurden Summen von bis zu 2,7 Millionen Euro genannt. Im Gespräch ist aber auch eine Alternativlösung: Ein privater Investor baut, beziehungsweise baut um und die Stadt mietet die Einrichtung an.

Rubriklistenbild: © dpa

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