Fragen und Antworten zu "Pia"

Pia soll künftigen Erziehern den Quereinstieg erleichtern

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Vorstellung des Gemeinschaftsprojekts: (von links) Elisabeth Franz, Dr. Alexandra Volk, Myriam Lamotte-Heibrock (Fachbereich Jugend, Familie, Senioren und Soziales des Kreises) und Landrat Stefan Reuß. 

Die Ausbildung für Erzieher soll Quereinsteigern erleichtert werden. Dafür gibt es ab dem Schuljahr 2020/2021 eine neue Klasse an den Beruflichen Schulen in Witzenhausen.

Nicht nur bei Quereinsteigern ist sie sehr beliebt: die sogenannte praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher, kurz „Pia“. Der Bedarf im Werra-Meißner-Kreis ist hoch, das Interesse ist da, und so soll pünktlich zum Schuljahr 2020/21 eine Pia-Klasse an den Beruflichen Schulen Witzenhausen etabliert werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Vorstoß.

Was genau bezeichnet die Abkürzung „Pia“?

Bei „Pia“ handelt es sich neben der klassischen Vollzeitausbildung um eine zusätzliche Möglichkeit, den Abschluss zum staatlich anerkannten Erzieher zu erwerben. Pia soll Quereinsteigern, aber auch anderen Interessierten einen vergüteten Zugang in den Beruf ermöglichen und einen erweiterten Personenkreis ansprechen, der von Anfang an auf einen Verdienst angewiesen ist.

Welcher Arbeitsumfang kommt auf die Schüler zu?

In der Regel erfolgt ein Anstellungsvertrag in Vollzeit, wobei die schulischen Arbeitszeiten auf den Anstellungsvertrag angerechnet werden. „An den Beruflichen Schulen Witzenhausen wird das Verhältnis von Schule und Praxis im Laufe der drei Jahre der Ausbildung wechseln“, erklärt Schulleiterin Elisabeth Franz. Im ersten Jahr ist der schulische Anteil mit drei Schul- und zwei Praxistagen pro Woche am höchsten. Der Verdienst im ersten Jahr liegt bei rund 1140 Euro.

Welche Vorteile hat das Angebot?

„Theorie und Fachpraxis werden von Beginn der Ausbildung an konzeptionell eng miteinander verzahnt“, sagt die Leiterin der Fachschule, Dr. Alexandra Volk. Erreicht würde dies etwa durch die bereits frühe und verstärkte Erprobung von theoretischen Inhalten in der Praxis. „Uns ist die enge Kooperation mit den Trägern und Praxiseinrichtungen schon immer wichtig gewesen“, sagt Dr. Alexandra Volk. „Nun freuen wir uns auf das gemeinsame Vorhaben, mit dem wir etwas für die Region tun wollen.“

Welche Aufnahmebedingungen erfordert „Pia“?

„Pia“ hat die gleichen Aufnahmebedingungen wie jede andere Form in der Erzieherausbildung. Weil die gleichen schulischen Inhalte wie in der Vollzeitausbildung abzuleisten sind, ist auch der Berufsabschluss identisch. Tätig werden können Absolventen etwa in Krippen und Kitas, in Einrichtungen der Jugendhilfe oder für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Kontakt

Kontakt: Dr. Alexandra Volk, Studiendirektorin und Leiterin der Fachschule für Sozialwesen der Beruflichen Schulen Witzenhausen, Telefon 0 55 42/9 36 70, E-Mail a.volk@bs-witzenhausen.de

Termine

Die Beruflichen Schulen Witzenhausen laden ein zu zwei Terminen, bei denen rund um „Pia“ informiert wird:

. Träger und Einrichtungen sind am Dienstag, 10. Dezember, ab 15 Uhr geladen, um gemeinsam die Etablierung einer Klasse (16 Personen) zu besprechen.

. Für Bewerber findet am Donnerstag, 12. Dezember, ab 17 Uhr an den Beruflichen Schulen Witzenhausen ein Infoabend statt.

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