Eschwege 

Abgesandter des Papstes als Betrüger überführt 

In Eschwege gab sich ein Mann als Papst-Abgesandter aus. Eine Streife der Polizei setzte dem Spuck ein Ende.
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Eschwege: Papst-Abgesandter als Betrüger überführt (Symbolbild)

In Eschwege gab sich ein Mann als Papst-Abgesandter aus. Eine Streife der Polizei setzte dem Spuck ein Ende.

  • Er gab sich als Papst-Abgesandter aus 
  • Er besuchte kirchliche Einrichtungen in Eschwege  
  • Sogar die Unterkunft in einer Pension wurde Ihm gestellt

Eschwege - Am Dienstag stellte sich der Mann im Pfarramt vor. Mit den Mitarbeitern führte er ausführliche Gespräch und besuchte hiesige kirchliche Einrichtungen. In der Folge brachten sie den vermeintlich hochrangigen Besuch sogar als Gast in einer Pension unter. 

Abends jedoch riefen die Mitarbeiter bei der Polizei an. Sie waren sich nicht mehr sicher, ob es sich wirklich um einen Papst-Vertreter  handelt, sondern hatten den Verdacht, einen Betrüger vor sich zu haben.

Eschwege: Selbsternannter Papst-Abgesandter wurde überprüft 

Eine Streife der Polizei nahm sich des ungewöhnlichen Sachverhalts in Eschwege an und suchte die Pension auf. Dort überprüften die Beamten den Mann. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich tatsächlich um einen Betrüger handelt und er gar kein Papst-Abgesandter war. 

Der 71-Jährige aus der Nähe von Saalfeld hatte die gleiche Geschichte bereits bei vielen anderen Gelegenheiten aufgetischt, um sich Kost und Logis zu erschwindeln. Der Mann hat eigentlich keinerlei Bezüge zur Kirche. Den 71-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen Betruges und Missbrauch von Titeln beziehungsweise Berufsbezeichnungen.

Eschwege: Hiergegen hat der falsche Papst-Abgesandte verstoßen 

Der Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen wird unter dem §132a im Strafgesetzbuch geführt. Unter diesen fällt beispielsweise auch das unbefugte führen eines akademischen Grades. Der Paragraf bezieht sich in gleichem Maße auf In- wie auch ausländische Bezeichnungen und Titel.  

Nicht nur die Titel der Katholischen Kirche fallen unter diesen Paragraphen, sondern auch die aller anderen öffentlich-rechtlichen Glaubensgemeinschaften. Bei einer Verurteilung sieht das Gesetz einen Strafrahmen bis zu einem Jahr Freiheitsentzug oder eine Geldstrafe vor. Was dem falschen Papst-Abgesandten aus Eschwege nun für ein Strafmaß erwartete, wird ein Gericht klären. 

Papst: Nicht nur in Eschwege Auslöser von skurrilen Aktionen 

Der Papst wurde schon bei so einigen Gelegenheiten, Ziel von skurrilen Zwischenfällen. Nicht nur in Eschwege, sondern auch auf einem Bewerbungsfoto das auf Twitter die Runde machte. Auch der Papst selbst sorgte schon für den ein oder anderen skurrilen Auftritt. So schlug er beispielsweise bei einem Zwischenfall im Vatikan einer Frau auf die Hand. 

Video: Zölibat-Kampf zwischen zwei Päpsten 

von Künemund Florian und Lucas Maier 

 

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