Eschwege mit Rekord bei der Gewerbesteuer

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Eschwege. Die Stadt Eschwege beendet das Jahr 2012 mit einem ausgeglichenen Haushalt. Das geht aus dem Lagebericht hervor, den Kämmerer Reiner Brill gestern Abend dem Finanzausschuss vorlegte. Heute Abend wird der Bericht zur Haushaltswirtschaft Thema der Stadtverordnetenversammlung sein.

„Das Jahresergebnis weist eine schwarze Null aus“, erklärte Brill gestern. Im Haushaltsplan 2012 hatte die Kreisstadt noch mit einem Defizit in Höhe von 2,6 Millionen Euro kalkuliert. Als Gründe für die positive Entwicklung nannte der Kämmerer die gute konjunkturelle Entwicklung und in der Folge die höheren Steuereinnahmen.

Allein bei der Gewerbesteuer hat Eschwege im vergangenen Jahr 940 000 Euro mehr eingenommen als kalkuliert. Mit 6,5 Millionen Euro hatte die Kreisstadt 2012 die höchste jemals erzielte Einnahme aus dieser wichtigen Einnahmequelle. Zweiter Faktor ist das Plus im außerordentlichen Ergebnis in Höhe von 1,6 Millionen Euro, das aus dem Verkauf der Straßenbeleuchtung sowie Erlösen aus Grundstücks- und Immobilengeschäften herrührt und das Defizit im ordentlichen Ergebnis ausgleicht.

Erste Daten aus diesem Jahr, so Reiner Brill, „deuten darauf hin, dass sich die Gewerbesteuer ganz gut entwickelt“, allerdings nicht vergleichbar mit dem Rekordergebnis im Vorjahr.

Eschwege ist mit der positiven Haushaltsentwicklung nicht alleine. Erst im Mai meldete Witzenhausen das erste Haushaltsplus seit fast 20 Jahren. Dem vorläufigen Abschluss für 2012 zufolge, beläuft sich der Überschuss auf etwa 315 000 Euro. Als Hauptgrund dafür nannte Bürgermeisterin Angela Fischer eine Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock in Höhe von knapp 3,8 Millionen Euro. Nachträglich soll damit der Fehlbetrag im Jahr 2009 zumindest teilweise ausgeglichen werden.  Zum Tage, Seite 2

Von Harald Sagawe

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