Ein Film auf der Bühne

„Rubbel die Katz“-Adaption setzt Schlusspunkt unter die Kulturbund-Saison

Studieren gemeinsam die Rollenangebote für Schauspieler: Alexander gespielt von Jan van Weyde (Mitte) und seine Brüder gespielt von Christian Kühn (links) und Oliver Geilhardt (rechts). Fotos: Sennhenn

Eschwege. Der Film „Rubbel die Katz“ kam vor fünf Jahren in die Kinos: Von namhaften Kritikern wurde er mehr oder weniger verrissen, vom Publikum sehr gut aufgenommen. Als Bühnenfassung beendete das Stück am Freitag die Kulturbund-Saison in Eschwege.

Die Geschichte des jungen Schauspielers, der aus Verzweiflung als Frau verkleidet eine weibliche Filmrolle übernimmt, sich in die Hauptdarstellerin verliebt und zum Schluss alles hinschmeißt, ist nicht neu, aber hübsch eingefädelt. Und der Erfolg auf der Eschweger Bühne ging auf das Konto einer gelungenen Inszenierung und einiger komödiantischen Glanzleitungen. Vor allem von Christian Kühn, der nicht weniger als sechs Rollen spielte, die er hervorragend gestaltete. In einem sehr gelungenen Bühnenbild von Alexander Martinow mit verschiebbaren Wänden, die immer neue Räume schafften, agierten vier Akteure, die sich in der Vorstellung der Zuschauer multiplizierten und insgesamt zwölf grundverschiedene Charaktere hervorzauberten. Neben Christian Kühn mit seinen sechs Rollen glänzte auch Oliver Geilhardt, der jeder seiner vier Rollen köstliche Akzente gab.

"Rubbel die Katz" in der Eschweger Stadthalle

Die Travestierolle wurde von Jan van Weyde überzeugend gespielt während die einzige echte Frau im Ensemble, Rosetta Pedone, eher blass blieb. Die Inszenierung von Max Giermann und Christian Kühn hatte manche zündende Idee und einige Längen und bekam freundlichen Applaus.

Die Zuschauer fehlen

Mit dem Stück endete die Kulturbund-Saison: Ein schmerzliches Manko dieser Saison war der seit einiger Zeit anhaltende Zuschauerschwund. Keine einzige Vorstellung, nicht einmal das so beliebte heitere Konzert zum Jahreswechsel, konnte eine Saal füllende Zahl von Zuschauern locken.

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