Magistrat soll planen / Bürgermeister kontert mit Naturbad

Eschweger SPD will neues Freibad bauen

Eschwege. Die Eschweger SPD will ein neues Freibad in der Kreisstadt. Einen entsprechenden Antrag stellen die Sozialdemokraten während einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Stadthalle).

„Der Magistrat der Kreisstadt Eschwege wird mit der Planung für die Errichtung eines Freibades in Eschwege beauftragt“, heißt es in dem Antrag. Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag dazu: „Nach unserer Auffassung gehört ein öffentliches Freibad zur Daseinsvorsorge der Kreisstadt.“ Gerade für Kinder, Jugendliche und Familien fehle es in Eschwege an geeigneten Möglichkeiten, unter freiem Himmel zu baden und zu schwimmen.

Uneingeschränkte Zustimmung zum SPD-Vorstoß gibt es nur von der Linken. Alle übrigen Fraktionen begrüßen grundsätzlich die Idee, sagen aber angesichts der hohen Kosten ab. Bürgermeister Alexander Heppe sieht ebenfalls aus Kostengründen wenig Chancen für die Verwirklichung der SPD-Pläne, hat aber eigene: Das Freibad im See. „Die Stadt ist schon längst aktiv, um Baden unter freiem Himmel in bester Lage künftig möglich zu machen“, sagt Heppe. 

Gedacht sei an die komplette Umgestaltung des Werratalsee-Südufers. Mit einer Plane soll ein Teil des Sees zu einem separaten Schwimmbecken abgetrennt und das Wasser darin permanent gefiltert werden. Umsetzung: im Idealfall bereits Anfang des nächsten Jahres. „Ähnliche Konzepte gibt es beispielsweise am Kinzigsee in Langenselbold, wo mit einem ,Strandbad mit Trinkwasserqualität’ geworben wird“, sagt Heppe. Der Bürgermeister empfiehlt die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft aus Politik und Verwaltung, die alle Varianten prüft und und unter Betrachtung auch der Folgekosten vergleicht. „Ich will Transparenz und Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung“, sagt er. 

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