Eschwege: Stadtverordnete beschließen Planung eines neuen  Freibades

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Eschwege. Eschwege will ein neues Freibad bauen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Stadtverordnetenversammlung während ihrer Sitzung am Donnerstagabend: „Der Magistrat der Kreisstadt Eschwege wird mit der Planung für die Errichtung eines Freibades in Eschwege beauftragt.“

Erarbeitete Entwürfe, Finanzierungsmodelle, Standortüberlegungen und Konzepte zur Trägerschaft seien zeitnah im Ausschuss für Bauen und Umwelt vorzustellen.

Allerdings: Vorbehalte finanzieller Art gegen den SPD-Antrag äußerte vor allem die CDU-Fraktion. Insbesondere die Idee, die Stadtwerke mit der Trägerschaft zu beauftragen, sorgte für wenig Begeisterung bei den Christdemokraten. Die CDU befürchtet eine Überforderung des städtischen Unternehmens. Insbesondere die Linke beurteilt die Rolle der Stadtwerke anders. Die Gewinne könnten steuergünstig auch für ein neues Freibad ausgegeben werden, statt sie steuerwirksam an den städtischen Haushalt abzuführen, so die Argumentation.

Die SPD favorisiert als Standort das Espada-Gelände mit Hallenbad an der Goldbachstraße, um technische und personelle Strukturen zu nutzen. Thema in den anstehenden Diskussionen wird auch Bürgermeister Alexander Heppes (CDU) Vorschlag sein, im Werratalsee ein abgeteiltes Areal als „Freibad im See“ einzurichten.

2012 wurden das damalige Freibad geschlossen und das Becken zugeschüttet. Die Sanierung wäre mit weit über zwei Millionen Euro zu teuer geworden, die laufenden Kosten ebenfalls. Das Interesse der Bevölkerung an der Einrichtung rechtfertige den Aufwand nicht, so die Argumentation seinerzeit.

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