Ein Lächeln auf jedem Gesicht

Stefan Mross präsentiert „Immer wieder sonntags“ in Eschwege mit vielen Stars

Gab in der Eschweger Stadthalle seine beliebtesten Lieder zum Besten: das Volksmusik-Quartett „Die Schäfers“. Im Programm inklusive: eine humorvolle Diskussion über Schuhe. Fotos: Schöggl

Eschwege. Ein Lächeln auf jedem Gesicht, ein humorvoller Entertainer und ein abwechslungsreiches Programm aus modernem Schlager und Volksmusik: „Es ist inzwischen schon eine Tradition geworden“, sagte Stefan Mross.

Zum fünften Mal in Folge eröffnete der Moderator und Sänger seine Erfolgs-Tour „Immer wieder sonntags“ in der Eschweger Stadthalle – mit dabei waren altbekannte Künstler, aber auch neue Publikumslieblinge.

Die Gäste erwartete ein Paket aus Musik und Comedy, welches es problemlos schaffte, jeden in eine Welt der guten Laune zu entführen. Somit verwunderte es auch nicht, dass in der fast ausverkauften Stadthalle immer Hände in der Höhe gewesen sind – und das, obwohl hauptsächlich Besucher anwesend waren, die schon einige Stars kommen und gehen gesehen haben.

Trotzdem gab es auch solche, denen „Immer wieder sonntags“ unbekannt war, aber kein Problem: „Ich bin Florian Bügeleisen“, half Mross auf die Sprünge, bevor er ordentlich mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ einheizte.

„Horch, was kommt von draußen rein“: Natürlich barfuß gab das Volksmusik-Quartett „Die Schäfers“ seine beliebtesten Lieder zum Besten und bot eine gute Vorlage für eine humorvolle Diskussion über Schuhe. Aber die Schäfers wollen ihrer Tradition natürlich treu bleiben – hoffentlich legt ihnen dabei niemand Steine in den Weg.

Riesiger Andrang: Die Eschweger Stadthalle war am Freitagabend sehr gut gefüllt.

Für eine rasante Entschleunigung war Ronny Weiland zuständig: Mit seiner tiefen Stimme und einer atemberaubenden Bühnenpräsenz brachte er die Halle zum Beben, jagte dem Publikum jedoch auch einen unheimlichen Schauer über den Rücken, als er beim „lachenden Vagabund“ etwas zu viel Lachen auftrug.

Dass Schlager und Volksmusik keine Todfeinde sind, zeigte der Auftritt der Cappuccinos. Das etwas „hibbelige“ Trio setzte sich in modernen Schlagern mit der Liebe und Affären auseinander. Angela Wiedl zeigte mit „Mama Theresa“ bei Kerzenschein, wie man dem Publikum unter die Haut und bis ins Herz geht; aber ganz der Familientradition entsprechend lud sie auch zum Mitjodeln ein. Zwischen den Auftritten unterhielt Mross mit verschiedenen Comedy-Einlagen und einem Witze-Marathon. Nach dem Besuch in der Schwarzwaldklinik bei „Dr. Prof. Mross“ mit Zeigefinger-OP und Kondomberatung war der ein oder andere Lachkrampf sicher. Wen der Ohrwurm der Volksmusik bis dahin nicht erfasst hatte, dem gab man unter dem Motto „Stars mal anders“ die endgültige Dröhnung: Hier erlebte man Angela Wiedl mal ohne bayrische Tracht oder die Schäfers in Anzügen – sogar mit Schuhen. Es geschehen Wunder.

Als Höhepunkt der Veranstaltung präsentierte Mross die schönsten Lieder der vergangenen 30 Jahre. Bei „Blau blüht der Enzian“ musste man Angst haben, dass das Publikum auf die Stühle ging und sich womöglich etwas brach – aber Dr. Mross wäre ja zur Stelle gewesen. Nach seinem abschließenden Trompeten-Solo war ihm dicker Applaus garantiert. „Ich komme garantiert wieder“, erklärt Inge Löser stellvertretend für das ganze Publikum.

Von Lorenz Schöggl

"Immer wieder sonntags" in der Eschweger Stadthalle

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