Auch die Struthschule  in Eschwege wird ab diesem Jahr saniert

Eschwege. Insgesamt 27 Schulen werden kreisweit ab diesem Jahr saniert: Das teilen Landrat Stefan Reuß und Erster Kreisbeigeordneter Rainer Wallmann mit.

Zu Irritationen hatte die kürzlich veröffentlichte Sanierungsliste der Kreisverwaltung geführt, in der Investitionen in Höhe von 13,5 Millionen Euro an 15 Schulen und einigen Straßen im Kreis angekündigt wurden. Besorgte Eltern vermissten die Schulen ihrer Kinder, an denen sie besonderen Sanierungsbedarf sehen. „Das sind Investitionen, die wir mit dem Geld des Investitionsfördergesetzes und dem kommunalen Investitionsprogramm von Bund und Land zusätzlich realisieren können“, sagt Reuß. Das reguläre Investitionsprogramm, das der Kreistag bereits im Dezember beschlossen hat, laufe aber planmäßig weiter. 

Darin sind rund sechs Millionen Euro für Sanierungen an 13 Schulen im Kreis festgeschrieben – darunter unter anderem an der Struthschule, in der ab diesem Jahr sukzessive vier Pavillons grundsaniert werden sollen, und die Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode, die für 1,7 Millionen Euro komplett saniert wird. „Diese Pläne sind auch fix und liegen bereits beim Regierungspräsidium in Kassel vor“, sagt Reuß. Eltern hatten sich nach Veröffentlichung der Sanierungspläne beschwert, dass ihre Schule nicht darunter ist. 

Besonders massiv war die Kritik von Eltern, die ihre Kinder auf die Struthschule nach Eschwege schicken. Von Schimmel und schlecht isolierten Fenstern war unter anderem die Rede. Auch da hat die Kreisverwaltung schnell reagiert: „Vergangene Woche war das Gesundheitsamt vor Ort, hat alles überprüft und Entwarnung gegeben“, sagt Reuß. Es gab Schimmel in der Schule, der beseitigt wurde und seitdem sei kein neuer aufgetreten. Auch seien Fenster und Dächer dicht.

Geplante Investitionen

Knapp 20 Millionen Euro werden ab diesem Jahr in die Sanierung von 27 Schulen im Werra-Meißner-Kreis investiert. Rund sechs Millionen Euro für 13 Schulen hatte der Kreistag bereits im Dezember im Investitionsprogramm beschlossen. Durch die Fördergelder von Bund und Land kommen noch einmal 13,5 Millionen Euro hinzu, von denen zusätzliche Schulen profitieren. Unter anderem sind 845 000 Euro für die Sanierung des Haupt- und Nebengebäudes der Karlheinz-Böhm-Schule Waldkappel und 100 000 Euro für die Neugestaltung der Flure an der Friedrich-Wilhelm-Schule darunter.

Sanierungen laut Investitionsprogramm 2016 bis 2019

Struthschule Eschwege: Generalsanierung der vier Pavillons sind im Investitionsprogramm für die Jahre 2016 bis 2019 festgeschriben. Noch in diesem Jahr wird mit der Sanierung des ersten Pavillons begonnen, sodass sukzessive die Grundsanierung abgeschlossen werden kann.

Meißnerland Schule Walburg: Dort sollen neue Toiletten im Gebäude F gestaltet werden.

Ernst-Reuter-Schule Neu-Eichenberg: Sanierung der Mädchentoiletten.

Mittelpunktgrundschule Röhrda: Für die Sanierung der Mittelpunktgrund¬schule liegt inzwischen, eine Vorabgenehmigung vor, sodass der Kindergarten aus Netra durch Umbaumaßnahmen dort untergebracht werden kann.

Gelstertalschule in Witzenhausen-Hundelshausen: Hier ist die Neugestaltung der Schulküche mit 55.000 Euro vorgesehen.

Karlheinz-Böhm-Schule Waldkappel: Generalsanierung im Haupt- und Nebengebäude ist mit 846.000 Euro eingeplant.

Kleeblattschule Reichensachsen: Hier sind 60.000 Euro vorgesehen für den Bauteil I und das Verwaltungsgebäude, für die Großsporthalle sind 45.000 Euro vorgesehen.

Friedrich-Wilhelm-Schule Eschwege: Hier sind 100.000 Euro für die Neugestaltung der Flure in diesem Jahr und eine weitere Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 250.000 Euro vorgesehen.

Oberstufen¬gymnasium Eschwege: Hier ist für die Neugestaltung des Außensportfeldes eine Investition in Höhe von 450.000 Euro vorgesehen.

Beruflichen Schulen Eschwege: Hier sind für die Neugestaltung der Toilettenanlagen 100.000 vorgesehen.

Beruflichen Schulen Witzenhausen: Nochmals 1,1 Millionen Euro für Sanierungen sowie für die Neugestaltung des Eingangsbereiches 100.000.

Anne-Frank-Schule Eschwege: Hier ist vorgesehen, den Schulhof neu zu gestalten. Hierfür stehen 25.000 Euro zur Verfügung.

Valentin-Traudt-Schule Großalmerode: Zum Abschluss der Komplettsanierung stehen 1,7 Millionen Euro im Investitionsprogramm zur Verfügung.

Sanierungen mit Fördergeldern von Bund und Land 

• Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf: Neugestaltung der Fassade in den Bereichen F und R (für 1,5 Millionen Euro)

• Brüder-Grimm-Schule Eschwege: Neuer Brennwertkessel sowie Neugestaltung der Fassade am Seminargebäude (795 000 Euro)

• Hirschbergschule Großalmerode-Rommerode: energetische Sanierung der Fassade einschließlich Innenraumsanierung und ein neuer Brennwertkessel (910 000 Euro)

• Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau: energetische Sanierung der Fassade (1,2 Millionen Euro) sowie die Innenraumsanierung im Bauteil I (2,2 Mio. Euro)

• Grundschule Hessisch Lichtenau: energetische Sanierung der Fassade (375 000 Euro)

• Grundschule am Fischbach Hessisch Lichtenau-Fürstenhagen: energetische Sanierung der Fassade und neuer Brennwertkessel (435 000 Euro)

• Meinhardschule Meinhard-Grebendorf: energetische Sanierung der Fassade und neuer Brennwertkessel (515 000 Euro)

• Adam-von-Trott-Schule Sontra: Neugestaltung der Fassade (2,4 Mio. Euro)

• Elisabeth-Selbert-Schule und Großsporthalle in Wanfried: Neugestaltung der Fassade und neuer Brennwertkessel (535 000 Euro)

• Kleeblattschule Wehretal-Reichensachsen: Neugestaltung der Fassade (600 000 Euro)

• Karlheinz-Böhm-Schule Waldkappel: Neue Pelletheizung (240 000 Euro)

• Ferner sind neue Brennwertkessel vorgesehen für die Friedrich-Wilhelm-, die Alexander-von-Humboldt- und die Geschwister-Scholl-Schule (alle Eschwege) sowie die Südringgauschule Herleshausen. Außerdem will der Kreis noch eine neue Heizungsanlage im Jugenddorf Hoher Meißner einbauen. Kreisstraßen

Zum Ausbau von Kreisstraßen sind folgende Strecken-Abschnitte vorgesehen:

• K 18: Herleshausen-Willershausen bis zur thüringischen Landesgrenze (273 000 Euro)

• K 28: Sontra (Kaserne) bis zum Abzweig Bundesstraße 400 in Teilabschnitten (437 000 Euro)

• K 63: Bad Sooden-Allendorf- Hilgershausen bis Witzenhausen-Wendershausen in Teilabschnitten (655 000 Euro)

• K 40: Meißner-Abterode bis Meißner-Wolfterode in Teilabschnitten (437 000 Euro)

• K 69: Anschluss Bundesstraße 27 bis Neu-Eichenberg-Berge (198 000 Euro).

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