Stadtparlament bekommt geänderte Ehrenordnung vorgelegt

Eschwege will neue Anerkennungskultur

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Eschwege. Ehrenamtliches Engagement soll in Eschwege stärker und anders gewürdigt werden. Die Stadtverordnetenversammlung bekommt während ihrer heutigen Sitzung in der Stadthalle - Beginn ist um 19 Uhr - einen Entwurf zur Änderung der Ehrenordnung vorgelegt. Die Kreisstadt will in Zukunft eine Bürgermedaille verleihen und eine Auszeichnung für „junges Engagement“ vergeben.

„Wir wollen neue Formen der Anerkennungskultur etablieren“, kündigen Bürgermeister Alexander Heppe und Erster Stadtrat Reiner Brill an. Der Verwaltungschef und der Sozialdezernent stellten das Konzept jetzt im Rathaus vor. Danach ist die Bevölkerungsgruppe Ziel der Anerkennung, die bislang in kein vorhandenes Anforderungsprofil für Ehrenbrief, Verdienstkreuz, Ehrenplakette oder ähnliche vorhandene Auszeichnungen fällt.

Eines der vom Stadtparlament 2010 beschlossenen fünf strategischen Ziele ist in Eschwege bürgerschaftliches Engagement. Vielfältiges Wirken auf diesem Gebiet leiste einen wichtigen Beitrag für ein attraktives Gesamtwesen, trage zu sozialem Miteinander, mehr Chancengleichheit, nachhaltiger Entwicklung, höherer Lebensqualität und zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei, heißt es in dem Magistratsentwurf. Gerade die Menschen, die in den Vereinen, oft hinter den Kulissen, diese Arbeit leisten, kämen für die gängigen Anerkennungsformen nicht in Betracht. Der angestrebte Bürgerpreis soll das ändern. Die Bürgermedaille wird von einer Jury, der neben Heppe und Brill drei weitere Eschwege angehören sollen, an bis zu fünf Einzelpersonen im Jahr verliehen.

Dieselbe Jury, erweitert um zwei Vertreter des Kreisjugendrings Eschwege, wählt ebenfalls höchstens fünf Einzelpersonen im Alter von 14 bis 25 Jahren oder Gruppen für die Würdigung jungen Engagements aus. Am Tag des Ehrenamts, am 5. Dezember, sollen die ersten Preisträger ausgezeichnet werden.

Von Harald Sagawe

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