Lions-Club Eschwege-Werratal spendet 5000 Euro an das Hospiz- und PalliativNetz

Zum Wohl des Menschen

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Lions Club Eschwege-Werratal unterstützt das Hospiz- und PalliativNetz Werra-Meißner: Joachim Kirch (von links), Renate Krämer, Harald Dippel, Brigitte Kiese, Ulrike Mathias, Rosel Staufenberg, Klaus Herwig, Heike Suchanek, Silke Völksch, Carsten Schiedrum und Gernoth Hübner.

Eschwege. Bodo Wilhelm, Mitglied des Lions Clubs, starb im letzten Herbst. Vor seinem Tod unterstützte er die Arbeit des Hospiz- und PalliativNetz Werra-Meißner. Als Architekt wollte Bodo Wilhelm dem Netzwerk dabei helfen, ein stationäres Hospiz im Kreisgebiet zu realisieren.

Sein Wunsch kurz vor seinem Tod war es schließlich, dass die Mitglieder des Lions Clubs anstelle von Kranzspenden das Netzwerk mit einer größeren Spende unterstützen, damit das Hospiz irgendwann einmal errichtet kann.

So überreichten die Mitglieder des Lions Clubs Eschwege-Werratal jetzt 5 000 Euro an das Hospiz- und Palliativ-Netz. Brigitte Kiese nahm die Spende entgegen. „Da die Kranken- und Pflegekassen nur maximal 90 Prozent einer solchen Einrichtung fördern, müssten wir jährlich einen Eigenanteil von 100 000 Euro durch Spendengelder selbst aufbringen, um ein stationäres Hospiz einrichten zu können“, sagte sie. „Auf diesem Weg bringt uns die Spende des Lions Clubs etwas näher ans Ziel.“ Das Hospiz- und PalliativNetz Werra-Meißner möchte Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung - etwa durch Alter oder Krankheit - in ihrem letzten Lebensabschnitt mit einer guten medizinischen oder psychologischen Hilfe zur Seite stehen. Die Sterbenden sollen so viel wie möglich Zeit noch in ihrer gewohnten Umgebung verbringen können, belastende Symptome sollen gelindert werden. Außerdem bietet das Netzwerk Schulungen für Pflegekräfte an, fördert den Austausch zwischen den Berufsgruppen und berät die Betroffenen und ihre Angehörigen. „Es geht um das Wohl des Menschen“, sagt Brigitte Kiese: „Betroffene und Angehörige sollen sich bis zuletzt ihre Lebenswürde bewahren können.“

Im Netzwerk sind seit 2007 Mediziner, Pflegedienste, Pflegeheime, therapeutische Einrichtungen, Pfarrer, Apotheken und das Klinikum Werra-Meißner organisiert, um eine wohnortnahe und flächendeckende hospizliche und palliative Versorgung sicherzustellen. Außerdem leisten Ehrenamtliche eine Unterstützung durch Betreuungs- und Gesprächsangebote.

• Wer mit einer Spende helfen möchte kann diese überweisen an: IBAN: DE 90 5225 0030 0000 0407 33 (Sparkasse Werra-Meißner) oder IBAN: DE 28 5226 0385 0001 0578 39 (VR-Bank Werra-Meißner) www.hpnwm.de

Von Kristin Weber

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