Unverpackt und papierlos

Eschweger denken bei Bürgerversammlung über Klima nach

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In kleinen Gruppen wurden verschiedene Ideen erarbeitet, die in der Stadtverordnetenversammlung weiter erörtert werden sollen.

Zu einer Bürgerversammlung der besonderen Art lud am Donnerstagabend die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eschwege ein: In einer „jungen Bürgerversammlung“ unter der Leitung der Fridays-for-Future-Gruppe Eschwege wurden Punkte zusammen getragen, die man vor Ort ändern wolle.

Rund 80 Gäste waren ins E-Werk gekommen, um gemeinsam an Lösungen fürs Klima zu arbeiten, darunter viele junge, aber auch ältere Menschen. „Vielen Dank an das Orga-Team von Fridays- for-future Eschwege. Wir sind der Gruppe sehr dankbar, dass sie das Thema Klimaschutz so nach vorne gebracht hat und diese Veranstaltung heute organisiert haben“, sagte Bürgermeister Alexander Heppe zur Begrüßung.

Barbara Friedrich und Jonas Gottsleben erklärten zu Beginn, was Fridays-for-future ist und warum sich die Gruppe für den Klimaschutz einsetzt. „Wenn wir untätig bleiben, nehmen wir zukünftigen Generationen die Hoffnung“, so Barbara Friedrich. „Mein Handeln beeinflusst das Leben auf der anderen Seite der Welt, das muss uns bewusst werden, wir müssen für die Region weiterdenken und so einen Beitrag für das große Ganze leisten“, so Jonas Gottsleben in seiner Rede.

In fünf verschiedenen Themen wurden anschließend von den Gästen Ideen zusammengetragen, die für Eschwege und das Weltklima eine Verbesserung bringen könnten. Nach einer Pause konnten die Gäste für ihre favorisierten Ideen mittels Smartphone aus der Zusammenstellung abstimmen, die Ideen mit den meisten Stimmen sollen als Anregung in der Stadtverordnetenversammlung behandelt werden.

Mobiles Eschwege

Im Bereich „Mobiles Eschwege“ gab es die meisten Stimmen für einheitliche und konsequent umgesetzte Fahrradwege, für einen günstigen öffentlichen Nahverkehr sowie dafür, ein Fahrradleihsystem zu etablieren.

Nachhaltiger Alltag

Unter dem Begriff „Nachhaltiger Alltag in Eschwege“ bekam ein Unverpackt-Laden vor „Klimawandel in den Lehrplan mit aufnehmen“ und „regionale Produkte besser unterstützten“ die meisten Stimmen der Gäste.

Grünes Eschwege

Unter dem Oberbegriff „Grünes Eschwege“ wünschten sich die Gäste am meisten die Einrichtung von Wildbienenparks, die Aufforstung der Flächen der Stadt und die Veröffentlichung des Klimaberichts der Stadt Eschwege.

Energie sparen

Im Bereich „Energie sparen in Eschwege“ bekam die Idee, die Beleuchtung der Geschäfte nach Ladenschluss auszuschalten, eine verbesserte Fördermittelberatung für private Haushalte sowie die Umrüstung auf energiesparende Geräte die meisten Stimmen.

Weitere Punkte

Weitere Punkte waren eine papierfreie Verwaltung, das Verbot von Steingärten und mehr Presseberichte in Medien über lokale Klimapolitik.

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