„Ein echtes Schmuckstück“

Das Eschweger E-Werk feiert Jubiläum: 1400 Veranstaltungstage in zehn Jahren

+
Veranstaltungshalle E-Werk: Zahlreiche Künstler traten in den vergangenen zehn Jahren in der früheren Turbinenhalle auf.

Das Eschweger E-Werk besteht seit zehn Jahren. In diesem Jahrzehnt kommt die einmalige Location an der Mangelgasse auf sensationelle 1400 Veranstaltungstage. 

Bei der Eröffnungsfeier vor zehn Jahren: der heutige Bürgermeister Alexander Heppe, die damalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Kulturfabrikvorsitzender Alexander Feiertag.

Auf der Suche nach einem gemeinsamen Veranstaltungsort für die Eschweger Kulturschaffenden bot sich vor mehr als zehn Jahren eine einmalige Chance, als die Stadtwerke ihre Standorte an der Niederhoner Straße konzentrierten. Das Energieversorgungsunternehmen der Kreisstadt gab das E-Werk an der Mangelgasse auf. Die Kulturfabrik – so nannte sich der Verein als Zusammenschluss der Initiativen, der sich 2004 gegründet hat – meldete Interesse an.

„Wir haben nach einer Veranstaltungshalle gesucht“, sagt Alexander Feiertag vom Arbeitskreis Open Flair und erinnert sich daran, dass verschiedene andere Optionen scheiterten: beispielsweise der Umbau der Spielzeugfabrik am Stedigsrain. Die Turbinenhalle der Stadtwerke an der Mangelgasse entpuppte sich als Glücksfall für das Projekt. Das Areal lag im Sanierungsgebiet. 1,2 Millionen Euro der insgesamt 1,7 Millionen Euro Kosten für den Umbau flossen nach Angaben Feiertags aus Stadtumbaumitteln.

Stadtwerke finanzieren Differenzbetrag

Die Stadtwerke finanzierten den Differenzbetrag, die Kulturfabrik mit ihren 16 Mitgliedsorganisationen wurde Mieter, der Arbeitskreis Open Flair, das Junge Theater, Rundfunk Meißner und der Kreisjugendring Eschwege sind Untermieter. Daneben betreibt der Verein den Ticket-Shop, über den die Eintrittskarten unter anderem für die Veranstaltungen im E-Werk verkauft werden.

Bei der Eröffnung befand der damals designierte Eschweger Bürgermeister Alexander Heppe: „Hier liegt für Eschwege ganz viel Potenzial.“ Und weiter: „Ich bin mir sicher, dass wir noch viele tolle Ideen, Veranstaltungen und Aktionen erleben werden, die von den Menschen und Vereinen im E-Werk ausgehen.“ Er sollte recht behalten. Feiertag berichtet von 1400 Belegtagen in den zurückliegenden zehn Jahren. Zur Hälfte seien das kulturelle Veranstaltungen gewesen, zur anderen Hälfte private Feiern.

„Diese Halle ist ein echtes Schmuckstück“

„Diese Halle ist ein echtes Schmuckstück“, erklärte die damalige hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, während der Eröffnungsfeier im September 2009. Das gilt heute erst recht. Vielleicht ist auch das ein Grund für die vielen Hochzeiten und Jubiläen, die seither dort gefeiert wurden. Die alte Turbine, die ganz bewusst im großen Saal geblieben ist, gibt der ehemaligen Maschinenhalle ein ganz eigenes und besonderes Flair.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare