Kämmerer Brill legt Haushalt mit 500 000 Euro Überschuss vor

Eschweger Etat erstmals seit elf Jahren wieder im Plus

Eschwege. Elf Jahre in Folge hatte die Kreisstadt Eschwege ein Defizit im Haushalt. Im kommenden Jahr plant Kämmerer Reiner Brill mit einem satten Plus: Fast 500 000 Euro weist der Magistratsentwurf aus, den Brill der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend vorlegte.

„Es sind wieder Spielräume da“, sagt Brill. Nach Millionenlöchern in den zurückliegenden Jahren kann die Kreisstadt einen Teil ihrer Investitionen wieder aus eigenen Mitteln finanzieren. Bei Erträgen in Höhe von 42,7 Millionen Euro, Aufwendungen von 41,6 Millionen Euro und einem negativen Finanzergebnis (600 000 Euro) bleibt eine halbe Million Euro übrig.

Brill warnt trotz der positiven Entwicklung vor zu großem Optimismus: „Die Zukunft wird ganz stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängen.“ Trotz guter Konjunktur sinken die Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Eschwege 2016 deutlich. Im Ansatz stehen 500 000 Euro weniger als 2015. Ein deutliches Plus dagegen bei den Schlüsselzuweisungen: Um 3,1 Millionen Euro auf 11,3 Millionen Euro. Eschwege gehört damit ganz klar zu den Gewinnern der Reform im kommunalen Finanzausgleich.

Deutlich zugelegt hat die Kreisstadt beim Anteil an der Einkommensteuer: um 250 000 Euro auf 6,6 Millionen Euro. Noch einmal deutlich angestiegen ist der Zuschussbedarf der Kindertagesstätten. 2,8 Millionen Euro gibt Eschwege dafür im nächsten Jahr aus (2015: 2,2 Millionen Euro). Auch die Kreis- und Schulumlage steigt in der Summe um 1,5 Millionen Euro auf 13,5 Millionen Euro.

Investitionen sind mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Millionen Euro geplant: für die Verzahnung von Innenstadt, Werra und Brückenhausen, für Bauen im Bestand, für die Sanierung des Langenhainer Wegs, für die Erweiterung der Torwiese, für Hochwasserschutz in Albungen. Neue Kredite in Höhe von 2,5 Millionen Euro lassen die Schuldenlast auf über 39 Millionen Euro wachsen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare