Traditionsunternehmen baut Betriebsstätte aus

Eschweger Firma Präwema investiert fünf Millionen Euro

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Eschwege. Das Eschweger Maschinenbauunternehmen Präwema investiert fünf Millionen Euro in neue Betriebsstätten. Im Gewerbegebiet am Hessenring entstehen in zwei Bauabschnitten eine neue Produktionshalle und ein dreistöckiger Verwaltungstrakt mit Kundencenter.

„Wir brauchen dringend diesen Platz und müssen Anfang Mai mit den Bauarbeiten beginnen, damit wir die neue Halle im September beziehen können“, sagt Axel Loehr, Finanzvorstand des Präwema-Mutterkonzerns DVS Technology Group. In einem ersten Abschnitt werden für mehr als zwei Millionen Euro die neue Produktionshalle sowie ein Verbindungstrakt zum alten Gebäudeteil gebaut.

Die Pläne liegen zur Genehmigung beim Bauamt. Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe sagte am Mittwochvormittag während eines Besuches bei Präwema die Unterstützung der Kreisstadt bei der schnellen Abwicklung des Verfahrens zu. In diesem Jahr strebt die Unternehmensgruppe allein am Standort Eschwege eine Umsatzsteigerung um fünf auf über 75 Millionen Euro an. Um die Ziele zu erreichen werden der zusätzliche Platz und zusätzliches Personal benötigt.

„Wenn wir weiter wachsen wollen“, sagt Präwema-Geschäftsführer Jörg Schieke, „werden wir auch Leute einstellen müssen.“ Weitere hochwertige Arbeitsplätze würden in Eschwege entstehen, Facharbeiter und vor allem immer mehr Techniker würden für die zusätzlichen Aufgaben mit hohem Qualifikationsanspruch benötigt.

Den überwiegenden Teil des Personalbedarfs bildet Präwema selbst aus – vom Facharbeiter bis zum Maschinenbauingenieur im dualen Studium. Das beugt dem vielzitierten Fachkräftemangel vor und führt zur überdurchschnittlich positiven Altersstruktur. Gerade 37 Jahre beträgt das Durchschnittsalter in dem Eschweger Traditionsunternehmen.

Hintergrund

Präwema gehört als eines von zehn Unternehmen zur DVS Technology Group (DVS steht für die Technologien Drehen, Verzahnen und Schleifen). Die Gruppe strebt in diesem Jahr einen Umsatz von 210 Millionen Euro an und beschäftigt insgesamt rund 1200 Mitarbeiter. Der Präwema-Standort in Eschwege hat 270 Beschäftigte – 90 mehr als im Krisenjahr 2008 – darunter 20 Auszubildende. Weitere 20 junge Menschen werden im Verbund für andere Firmen in der Region ausgebildet. In der Kreisstadt strebt das Unternehmen 2016 einen Umsatz von mehr als 75 Millionen Euro an, nachdem im vergangenen Jahr ungefähr 70 Millionen Euro erreicht wurden.

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