Digitales Treffen

Eschweger Funkamateure gehen virtuellen Weg, um das Vereinsleben auf Trab zu halten

Eschweger Funkamateure trotzen den Coronaeinschränkungen: Sie halten digital Kontakt mit Videochats.
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Eschweger Funkamateure trotzen den Coronaeinschränkungen: Sie halten digital Kontakt mit Videochats.

Die Coronazeit stellt die Gesellschaft vor viele Herausforderungen. Die Kontakteinschränkungen bekommen Vereine besonders hart zu spüren, die sich nicht wie gewohnt regelmäßig treffen können, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen.

Eschwege – So geht es auch den Eschweger Funkamateuren. Eine echte Alternative stellen aber virtuelle Vereinstreffen dar, zu denen die Funkamateure jetzt ermutigen wollen.

Der Eschweger Ortsverband des Deutschen Amateur Radio Clubs trifft sich normalerweise regelmäßig – nicht nur über Funk, sondern auch von Angesicht zu Angesicht in ihrer Stammgaststätte „Zur Krone“. Damit der Kontakt unter den Pandemiebedingungen aber nicht leidet oder ganz abbricht, hat der Verein jetzt virtuelle Treffen für sich entdeckt. Das teilt der Pressewart Hartmut Vogt (internationales Rufzeichen: DK2OU) aus Wanfried mit.

Am vergangenen Wochenende habe es den ersten digitalen Probelauf gegeben – mit Erfolg. So sehe man sich immerhin am Computerbildschirm und man kann in Kontakt bleiben. Ein Gefühl der Gemeinschaft bleibe dadurch erhalten, so Vogt. Selbst Mitglieder, die nicht mehr hier wohnen, dem Verein aber weiterhin angehören, konnten erstmals wieder dabei sein. Die entferntesten Zuschaltungen kamen zum Beispiel aus den USA, Schleswig-Holstein und dem Rhein-Main Gebiet.

Was bei vielen Unternehmen, Parteien und anderen Organisationen spätestens seit der Pandemie Gang und Gäbe ist, nutzen Vereine teilweise noch eher wenig aus. Für Sportvereine, Gesangsvereine, Angelvereine, Stammtische und weitere Gemeinschaften, bei denen ein Zusammenkommen zwingend ist, sei die Coronazeit eine Zeit des Stillstands. Im schlimmsten Fall könne das sogar einen Niedergang beschleunigen.

Da das virtuelle Treffen in Echtzeit bei den Funkamateuren für echte Begeisterung gesorgt hat, ermutigen sie nun auch andere Vereine zur Nachahmung, sagt Vogt: „Unsere Mitglieder sind schon durch unser Hobby sehr technikaffin. Aber auch für jeden anderen Verein, den das Fehlen des Zusammentreffens sehr schmerzt, ist dies eine Möglichkeit, die Kontakte problemlos, kostenfrei und mit wenig Aufwand zu realisieren.“

Godehard Moneke, (DL2GM), Vorsitzender der Eschweger Funkamateure, betont zwar, dass ein persönliches Zusammentreffen damit sicher nicht ganz ersetzt werden kann, jedoch sei dies eine gute Alternative in dieser schwierigen Zeit. Herbert Stehl,(DF2FE), Mitglied der Funkamateure, erzählt schmunzelnd von einem bedauernswerten Nachteil ihres digitalen Treffens: „Auf die gute Currywurst mit Pommes in unserer Stammgaststätte müssen wir in dieser Zeit verzichten.“

Von Jessica Sippel

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