Eschweger Grüne wollen ein Konzept für Kultur und ein breiteres Angebot

Klavierkonzert: Die Eschweger Grünen wünschen sich ein breites kulturelles Angebot. Klassische Musik, wie Klavierkonzerte, sollen dazugehören. Foto: Christl Eberlein

Den Eschweger Grünen fehlt in der Kreisstadt ein breites kulturelles Angebot. „Vor allem Klassik ist in letzter Zeit zu kurz gekommen“, sagt Siegfried Fiegenbaum.

Der Stadtverordnete wünscht sich ein Konzept für kulturelle Angebote in Eschwege.

Fiegenbaum legt der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag deswegen einen entsprechenden Antrag vor. Das Stadtparlament soll das Thema während der Sitzung (19 Uhr, Stadthalle) beraten und in den Haupt- und Kulturausschuss überweisen. „Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt den Magistrat, in der nächsten Sitzung des Haupt- und Kulturausschusses das aktuelle Konzept für kulturelle Angebote in der Kreisstadt Eschwege vorzustellen und ein niedergeschriebenes Konzept zu erarbeiten“ heißt es im Antrag der Grünen. Fiegenbaum wünscht sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Angebote. „Das reicht vom Klavierkonzert bis zur Sinfonie“, sagt er zu seinen Vorstellungen. Klassik komme in Eschwege nämlich so gut wie nicht mehr vor. „Wir haben eine renovierte Stadthalle, die viel Geld gekostet hat“, so der Stadtverordnete. Ausgelastet sei die Veranstaltungsstätte aber bei Weitem nicht. Das müsse sich ändern. Auch andere zur Verfügung stehende Orte kultureller Bühnen hätten Kapazitäten frei oder befänden sich im Wartestand, wie zum Beispiel der Saal am Felsenkeller, die Freilichtbühne oder auch der Rathaussaal.

„Das aktuelle Beethovenjahr wird anscheinend völlig ignoriert“, kritisiert Fiegenbaum in dem Antrag der Grünen. Außer dem Open Flair gebe es keinerlei musikalisch orientierte Wochen oder gar Festivals anderer Art. In Themenwochen – beispielsweise mit einer Jazzreihe – sieht er Potenzial. Weitere Zielgruppen könnten angesprochen werden, nicht zuletzt auch Kinder. Das Engagement des Kunstvereins und des Jazzclubs hebt der Stadtverordnete als beispielhaft hervor.

Doch zunächst, so Fiegenbaum, bedürfe es einer Analyse und Bewertung der derzeitigen Angebote, der Prüfung der Außendarstellung und Bewerbung sowie der Entwicklung weiterer Ideen zur Erweiterung. „Die personelle Zuständigkeit seitens der Stadt gilt es zu erweitern und zu fördern. Die Außendarstellung und Werbung gilt es zu optimieren.

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