Für Klima und Geschmack

Eschweger Klosterbrauerei braut jetzt im Schonverfahren 

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Exakte Arbeit: ist gefragt, als der Kran den „SchoKo“ durch das Loch im Dach hebt.

Die Eschweger Klosterbrauerei optimiert ihre Fertigungsabläufe mit einem neuen Schonkochsystem. Vom neuen System profitieren vor allem Klima, Geschmack.

Die Eschweger Klosterbrauerei optimiert ihre Fertigungsabläufe künftig mit einem neuen Schonkochsystem (SchoKo). Vorteilhaft wirkt sich das neue System auf den Geschmack, Schaum und unser Klima aus.

Schoko kam über das Dach ins Sudhaus 

Bereits Tage zuvor wurde das Dach des Sudhauses vorbereitet, indem die Ziegeln und die Dämmung entfernt wurden. Ein großes Loch im Dach des Sudhauses wurde eingerichtet, denn der SchoKo konnte nur auf diesem Weg in das Sudhaus der Eschweger Klosterbrauerei transportiert werden. 

Mit einem Kran wurde dieser dann am Dienstagmorgen durch das Loch im Dach an seinen Standort gebracht. Dafür wurde zwischen 8 und 12 Uhr die Hospitalstraße in Eschwege gesperrt. Bei der neuen Investition handelt es sich um ein innovatives energiesparendes Schonkochsystem.

Verfahren wirkt sich positive auf Qualität des Biers aus 

Dieses wirkt sich positiv auf die Qualität aus: Durch weniger Hitze beim Kochen wird die Würze geschont, was Schaum und Aroma zu Gute kommt, da die Wasserverdampfung unter Unterdruck bei niedrigerer Temperatur erfolgt. Ein weiterer Vorteil, den das System mit sich bringt, ist die Klimafreundlichkeit.

Energie und CO2 sparen 

In Zukunft wird die Brauerei dadurch erheblich Energie einsparen und den CO2-Ausstoß reduzieren. Insgesamt wurden für die Modernisierung 150.000 Euro investiert. Der Hersteller ist Kaspar Schulz aus Bamberg.

Außerdem: Vier neue Tanks

Neben dem SchoKo sind weitere Investitionen geplant: Vier neue stehende Lagertanks für je 450 Hektoliter Fassungsvermögen werden voraussichtlich im Frühjahr 2020 in der Brauerei an der Klosterstraße aufgestellt.

Sudhaus wird schrittweise modernisiert

Auch wurde bereits in die Qualitätssicherung investiert, in dem die Maische- und Würzebelüftung optimiert wurde. Schrittweise wird das Sudhaus modernisiert unter der neuen Inhaberfamilie der Eschweger Brauerei.

Seit Mai 2018 wird sie geleitet von den Geschwistern Julia und Ulrich Klesper. Sie betreiben in vierter Generation ihr Stammhaus, das „Hochstiftliche Brauhaus“ in Fulda, sowie die benachbarten Regionalbrauereien Motten und Lauterbach.

Die Klosterbrauerei ist nicht die einzige die ihre Produktion umstellt. Einige Brauereien versuchen es mittlerweile mit neuen Zutaten.  (ce)

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