Eschweger Luftsportverein startet mit vielen Angeboten in die Saison 

Lernt auf dem Eschweger Flugplatz Stauffenbühl das Fliegen: Maria Martin mit ihrem Fluglehrer Karsten Hofmann in einem der Segelflugzeuge. 

Eschwege - Zurzeit lernen zehn Segelflug- und zwei Motorseglerschüler auf Stauffenbühl das Fliegen.

Flugschüler, die sich für eine Pilotenausbildung interessieren, müssen die Zusammenhänge von der Pike auf lernen – auch, wenn man eigentlich lieber im Motorflieger oder später gar in einem der großen Fracht- oder Passagiermaschinen sitzt. Der Eschweger Luftsportverein (ELV) vermittelt mit seiner Pilotenausbildung die Grundlagen dafür. 

„Zumindest diejenigen, die einmal in einem Motorflieger sitzen wollen, fangen im Segelflieger an“, erklärt Karsten Hofmann, einer der vier ehrenamtlichen Fluglehrer des ELV, die Grundbedingungen. Und auch ein Großteil der Berufspiloten habe mit einer solchen Ausbildung angefangen. Die dauert beim Luftsportverein in Eschwege gut zwei Jahre. 

Aufgegliedert in drei Teile und eine Abschlussprüfung beim Regierungspräsidium Kassel, werden praktische Kenntnisse ebenso verlangt wie theoretische – etwa, wie man sich auf einem Flugplatz verhält und warum ein Flugzeug überhaupt fliegt. Die Pilotenausbildung sei von den Kosten mit einem Auto-Führerschein vergleichbar, die monatlichen Flugkosten mit der Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio.

Schnupperflüge mit Segelflugzeugen und Motorseglern 

Um über die Heimat fliegen zu können, muss man nicht sofort eine Pilotenlizenz erlangen: Sowohl Schnupperflüge mit den Segelflugzeugen, die mit der Winde in die Luft kommen, als auch Rundflüge mit dem Motorsegler sind beim Eschweger Luftsportverein möglich und bieten starke Eindrücke von der schönen Gegend um Werra und Meißner aus einer ganz anderen Perspektive.

Wem der Einzelflug zu wenig ist, kann ein ganzes Wochenende in die Fliegerei hineinschnuppern. „Seit einigen Monaten bieten wir Schnupperwochenenden an um sich an zwei Tagen ganz unverbindlich dem Luftsport intensiv zu nähern“, erklärt Hofmann. Für einen Pauschalpreis von 90 Euro können die Teilnehmer nach einer gründlichen Einweisung in den Flugbetrieb fünf doppelsitzige Starts machen, „bei denen Du das Gefühl bekommst, ein Segelflugzeug schon selbst zu fliegen“. Zum Wintersemester wird es außerdem das nächste VHS-Seminar „Segelflug“ geben. „Wir haben in diesem Monat zusätzlich eine digitale Ausbildungsoffensive auf Facebook und Instagram gestartet.“

Mit ihr ist der Eschweger Luftsportverein momentan sehr zufrieden. „Wir haben eine starke Jugendgruppe, die auch viele Aktivitäten außerhalb des Fliegens betreibt“, erzählt Hofmann. Bowling oder gemeinsame Fahrten gehören dazu. Seit Jahren entwickeln sich die Mitgliederzahlen beim ELV stetig nach oben. „Outdooraktivitäten sind anscheinend wieder in“, sagt Hofmann. Nicht alle Flugschüler des ELV sind aber auch Mitglied der Jugendabteilung. Die Piloten in der Ausbildung sind derzeit zwischen 13 und 60 Jahre alt.

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