Zu ungewohnter Stunde: Eschweger Museumsnacht kommt bei den Besuchern gut an

Gartenremise: Kornelia Müller redet während der Eschweger Museumsnacht mit Benno Spilker über ihre alten Bücher zum Thema Garten. Foto: Eden Sophie Rimbach

Die Eschweger Museumsnacht gewährte einen Blick in die Sammlungen aus vergangenen Zeiten. Zu ungewohnter Stunde ist das Publikum zum Besuch eingeladen.

Viele kleine Lichter führen die Besucher zu den Räumen im Wachsfigurenkabinett, während Blütenduft die Gartenremise erfüllt, die Geräusche früher genutzter Gerätschaften mit dem Duft von ätherischen Ölen davon zeugen, dass im oberen Stock des Stadtmuseums die zum Leben erweckte Apotheke zum Ausprobieren einlädt.

Ausgehend von den Themen Licht, Duft und Klang hatten das Stadtmuseum, das Zinnfigurenkabinett und die Gartenremise mit historischem Gartenkabinett einen Abend gestaltet, der zahlreiche Besucher in die drei Museen lockte. Musikalisch empfangen wurden die Besucher des Stadtmuseums mit Gitarrenmusik von Cassian Lier, die im unteren Stockwerk für eine besondere Atmosphäre sorgte. Begeistert von der Idee zu dem Abend, bei dem die Museen zu später Stunde öffneten, hatten sich Andrea Bräutigam und Anne Hoffmann von der Adler-Apotheke gezeigt und im Rahmen des Abends die Apotheke im oberen Stockwerk des Stadtmuseums zum Leben erweckt. Die Gäste konnten hier unter anderem ätherische Öle in Handcreme rühren und Geräte wie den Dreiwalzenstuhl kennenlernen, mit dessen Hilfe früher Zinkpaste geschmeidig gemacht wurde und der auch heute noch zur Ausstattung jeder Apotheke gehört.

Im Zinnfigurenkabinett wurde Geschichte im Miniaturformat gezeigt: eine burgundische Hochzeit, Jagdmotive aus der Rokoko-Zeit oder Ureinwohner Amerikas. Ein Film erklärte die Herstellung.

„Die Freude, es so zu präsentieren, wie der Gärtner es benutzt hat“, das hat Kornelia Müller dazu bewegt, die Gartenremise so zu gestalten, wie sie jetzt aufgebaut ist. Zirka 30 Jahre hat sie Gartengeräte, Bücher über das Gärtnern, aber auch Gemälde gesammelt. Hinzu kamen Briefmarken mit Gartenmotiven. Seit zwei Jahren kann die Ausstellung in Eschwege betrachtet werden, bietet Öffnungstermine auf Anfrage und zu Veranstaltungen wie der am Freitagabend an. „Ich komme wieder“, war sich eine der Besucherinnen sicher, und die Leiter der Museen freuten sich über die vielen Gäste, die teilweise von auswärts gekommen waren.

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