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Eschweger Netzwerk bekommt Innovationspreis von Arbeitsminister Heil

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Von: Tobias Stück

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Ausgezeichnet: (von links) Michael Stey (Präwema), Netzwerkkoordinator Wolfgang Conrad, Arbeitsminister Hubertus Heil und Madeleine Iffert (Niwe).
Ausgezeichnet: (von links) Michael Stey (Präwema), Netzwerkkoordinator Wolfgang Conrad, Arbeitsminister Hubertus Heil und Madeleine Iffert (Niwe). © BMAS/Kevin Fuchs

Das Netzwerk „Initiative Wirtschaft Eschwege“ (Niwe) wurde am Dienstag in Berlin von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil als „Innovatives Netzwerk 2022“ ausgezeichnet.

Eschwege/Berlin – Die Eschweger Initiative ist eine von insgesamt vier Preisträgern, die jetzt für ihre Bemühungen um Fachkräfte gewürdigt wurden. Seit fast 20 Jahren gibt es die Verbindung unter Eschweger Unternehmen. Sie wurde 2003 von der Wirtschaftsförderung der Kreisstadt als Unternehmensnetzwerk für den Wirtschaftsraum Eschwege gegründet und versteht sich als flexibles, kreatives Kooperationsnetzwerk ohne starre Struktur und ohne Mitgliedsbeiträge – rein auf freiwilliger Basis.

Die Niwe fördert von Anfang an die überbetriebliche Ausbildung im Netzwerkverbund und kümmert sich um den Fachkräftenachwuchs. Dafür wurden sie jetzt ausgezeichnet. „Unsere jahrelange Arbeit wurde gewürdigt. Es ist fast ein halbes Lebenswerk“, sagt der Netzwerkkoordinator und ehemalige Wirtschaftsförderer der Stadt Eschwege, Wolfgang Conrad.

Die Eschweger Betriebe des Unternehmensnetzwerks kooperieren beim Austausch von Innovationen und neuer Technologien in der berufliche Aus- und Weiterbildung sowie bei der Berufsorientierung. Zu den innovativen Projekten des Netzwerks gehört der Aufbau eines Trainingszentrums in Kooperation mit der Firma Präwema Antriebstechnik in Eschwege. Dort werden Auszubildende und Fachkräfte fit für die „Industrie 4.0“ gemacht.

Sie lernen an einem Trainingsroboter, wie Roboter funktionieren, und üben die unterschiedlichen Arten, den Roboter zu programmieren, damit er anschließend komplexe Bewegungsabläufe ausführen kann. Auch der Erwerb fundierter Kompetenzen im Bereich der additiven Fertigungsmethoden (3D-Drucktechnik) gehört zum Angebot des Trainingszentrums.

„Mit unserem Konzept machen wir es der jungen Generation so einfach wie möglich, in die Welt der digitalen Produktion einzutauchen und sie in unserem Trainingszentrum auszuprobieren“, sagt Conrad. „Das ist unser Weg der Sicherung des Fachkräftenachwuchses.“ Neben der überbetrieblichen Ausbildungen können auch Schüler und Praktikanten hier in das digitale Handwerk schnuppern. Auch die Weiterbildung der Mitarbeiter soll vorangetrieben werden.

„Die Fachkräftesicherung ist und bleibt eine der großen Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt“, sagte Arbeitsminister Heil während der Preisverleihung. „Wir müssen alles dafür tun, damit der Fachkräftemangel keine Wachstumsbremse für unser Land wird.“ Netzwerke wie Niwe leisteten durch regionale Vernetzung und persönliches Engagement einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

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