Die Finanzierung steht

Eschweger Nordumgehung: Baubeginn nicht mehr in diesem Jahrzehnt

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Weniger Verkehr auf der Niederhoner Straße: Die Nordumgehung soll den Durchgangsverkehr durch die Stadt verhindern.

Eschwege. Der Bund hat die Nordumgehung Eschweges in den vordringlichen Bedarf eingestuft und stellt die Mittel für das Millionenprojekt zur Verfügung.

Mit einer schnellen Umsetzung des Vorhabens darf trotzdem nicht gerechnet werden. „Voraussichtlich kann mit einem Baubeginn im laufenden Jahrzehnt nicht mehr gerechnet werden“, sagt Joachim Schmidt, Sprecher von Hessen Mobil. 

Der Grund: „Zum derzeitigen Planungsstand ist eine Überarbeitung und Aktualisierung der vorhandenen Planfeststellungsunterlagen erforderlich“, sagt Schmidt. Aufgrund von geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen sei eine Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung und der landschaftspflegerischen Unterlagen ebenfalls erforderlich. Dabei ist die Umgehungsstraße von großer Wichtigkeit für die Kreisstadt und von doppelter Bedeutung. „Die geplante Straße bindet unser Industriegebiet Thüringer Straße an und entlastet uns vom überörtlichen Verkehr“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. 

Bereits Mitte 2003 war das Planfeststellungsverfahren für das Projekt eingeleitet worden. Einen Planfeststellungsbeschluss, also Baurecht, hat es allerdings nie gegeben, obwohl der mehrfach vom hessischen Verkehrsminister zugesagt worden war. Zur Fortführung des Planfeststellungsverfahrens müssen wegen der langen Zeiträume Änderungsunterlagen erstellt werden. Schmidt: „Dieser Antrag auf Planänderungsverfahren ist im dritten Quartal 2017 geplant.“

 Die hierfür notwendigen Datenerfassungen seien bereits an Ingenieurbüros vergeben worden. Nach Angaben von Hessen Mobil basiert die Neuplanung auf den seit 2003 zusammengetragenen Unterlagen. Zu den seinerzeitigen Planungskosten, so Schmidt, lägen keine Informationen vor. Insgesamt wurden die Kosten für das Projekt 2010 mit zehn Millionen Euro beziffert.

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