Musikalisches zum Geburtstag

Eschweger Posaunenchor feiert 125-jähriges Bestehen mit Festwochenende

Zeigte sein Können: Der Posaunenchor Eschwege spielte während der musikalischen Vesper vorrangig moderne Stücke. Fotos:  Sennhenn

Eschwege. Schon das ganze Jahr wird gefeiert, der Höhepunkt hat nun am Wochenende stattgefunden: Der Eschweger Posaunenchor hat am Wochenende mit einer musikalischen Vesper und einem Festgottesdienst sein 125-jähriges Bestehen gefeiert.

Die musikalische Vesper

Traditionell fand die musikalische Vesper am Samstag um 18 Uhr statt, aber ausnahmsweise nicht wie sonst in der Marktkirche, sondern in der Neustädter Kirche, wo sich ein großes Publikum versammelt hatte, das das Festkonzert aufmerksam verfolgte. Das einstündige Musizieren wurde eingeleitet mit einem modernen Stück, und überwiegend modern sollte es weitergehen mit mehreren Werken von Michael Schütz, dem viel gespielten Komponisten aus Karlsruhe, Jahrgang 1963, und von anderen zeitgenössischen Meistern wie dem berühmten Engländer John Rutter.

Der Jubilar, der Posaunenchor, der das 125-jährige Bestehen feierte, spielte unter der Leitung von Andreas Batram mit großer Lust und in ausgezeichneter Form und wurde an diesem Tag vom Ensemble „Aufgebrasst“ verstärkt. Ein starkes Ensemble aus Alt und überwiegend Jung, das fast den ganzen Chorraum füllte und die große Kirche mitschwingen ließ.

Die Musik, überwiegend weltlich (sogar ein wunderschöner Tango von Isaac Albéniz gehörte zum Programm), war gespickt mit technischen Schwierigkeiten, die vom Posaunenchor mit großer Spiellust gemeistert wurden. Und nach dem letzten Stück, dem natürlich eine Zugabe folgte, war der stehende Applaus riesengroß.

Der Festgottesdienst

Am Sonntagvormittag war der Posaunenchor wieder an der gleichen Stelle – bei einem Festgottesdienst zu seinen Ehren. Die Kirche war an diesem Bundeswahltag nicht so gut besucht wie am Tag zuvor, aber dafür war politische Prominenz auch dabei, unter anderem Landrat Stefan Reuß und Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. Zuerst leitete Pfarrerin Annemarie Miller den liturgischen Teil ein, mit Gebeten und Schriftlesungen. Pröpstin Katrin Wienhold-Hocke hielt die Predigt, die neben Betrachtungen über die Bedeutung von Posaunenchören bei der Gestaltung von Gottesdiensten auch den friedvollen Charakter der musikalischen Botschaft betonte. Sie hatte schon bei der 120-Jahr-Feier des Posaunenchores die Predigt gehalten und wünschte, dass auch die Feier zum 150-jährigen Jubiläum in einer friedvollen Welt stattfinden könnte.

Im zweiten Teil des Festaktes übergab Reuß dem Posaunenchor die wertvolle Pro-Musica-Plakette, die vom Bundespräsidenten und dem hessischen Ministerpräsidenten verliehen wurde – eine besondere Auszeichnung, die nur Ensembles verliehen wird, die seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen bestehen und eine erfolgreiche, kulturbildende Arbeit leisten – was bei dem Posaunenchor Eschwege zutrifft.

Im weiteren Verlauf des Festaktes übergab der Landesposaunenwart Andreas Jahn Ehrenurkunden an mehrere Mitglieder des Posaunenchores für langjährige Mitgliedschaft. Mit viel Musik und Gemeindegesang ging dann ein Festgottesdienst mit anschließendem Festakt zu Ende, der einem verdienten Jubilar galt.

Von Francisco Pujiula

Posaunenchor Eschwege feiert 125-jähriges Bestehen

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