Konzert am Seniorenzentrum Lindenhof

Eschweger Posaunenchor: Freitags gibt es jetzt immer ein Ständchen für Senioren

Heinrich Mihr und sein Enkel Max Spilker vom Eschweger Posaunenchor spielen vor dem Lindenhof.
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Heinrich Mihr und sein Enkel Max Spilker vom Eschweger Posaunenchor spielen vor dem Lindenhof.

Das Konzert, das Heinrich Mihr und Enkel Max Spilker am Freitag vor dem Eschweger Seniorenzentrum Lindenhof gaben, war der Auftakt zu einer Konzertreihe, die es nun öfter geben soll.

Denn weil der Eschweger Posauenchor derzeit nicht regulär zusammen üben kann, erfreuen die Musiker in kleinen Gruppen die Bewohner von Seniorenheimen mit einem abendlichen Ständchen. Das erste kleine Konzert, dem die Senioren von ihren Fenstern aus lauschten, begeisterte sie sehr. Andere Menschen schickten Blumen und Bilder an das Heim.

„Guten Abend, gute Nacht“, erklingt vor dem Lindenhof in Eschwege, und aus den Fenstern heraus lauschen die Bewohner des Seniorenheimes den Posaunenklängen, mit denen die erste öffentliche Übungsstunde als kleines Konzertes endet. 

Eschweger Posaunenchor kann derzeit nicht in den Übungsraum

Aufgrund der Corona-Pandemie können auch die Mitglieder des Eschweger Posaunenchors derzeit nicht gemeinsam in ihrem Übungsraum proben. Doch stattdessen musiziert aktuell jedes der 22 Mitglieder, die nicht nur aus Eschwege kommen, von zuhause aus und erfreut die Nachbarschaft mit Stücken auf der Posaune.

Den 50. Abend, an dem so musiziert wurde, zählte der Posaunenchor, der unter der Leitung des Spezialkantors Andreas Batram steht, am Freitag. Zur eigentlichen Übungszeit spielten Mitglieder des Chores an diesem Abend erstmals für die Bewohner des Hospitals St. Elisabeth, des Seniorenheims Brückentor und des Wohn- und Pflegezentrums Lindenhof und damit an drei der vier Orte, die sie auch im Advent besuchen.

Die Zuhörer waren vom kleinen Abendkonzert begeistert 

Jeden Freitag soll das zirka zehnminütige kleine Abendkonzert ab sofort stattfinden. Bereits am ersten Abend waren die Zuhörer begeistert. Aus den Fenstern ihrer Zimmer heraus lauschten die Bewohner des Lindenhofs Heinrich Mihr und Max Spilker, die vor dem Gebäude spielten. Begeistert von dieser und vielen weiteren netten Gesten zeigen sich neben den Bewohnern auch die Mitarbeiter. 

Auf einen Aufruf von Nicole Eckert, Rezeption und Marketing, in der Werra-Rundschau hin, erreichten das Wohn- und Pflegeheim schon am selben Tag viele Anrufe mit Ideen und Rückmeldungen. Während Tinas Blumengarten Vergissmeinnicht schickte, fragte Manuela Bauer, ob sich der Lindenhof auch über Bilder freuen würde, und spendete sechs ihrer Werke.

"Dass unser Haus gut behütet durch die schwere Zeit geht"

„Das war echt klasse“, blickt Andrea Degenhardt, Hauswirtschaftsleitung, auf einen tollen Nachmittag mit der Band SoundeXpress zurück und berichtet davon, wie sich die Bewohner am nächsten Tag bedankten, erzählten, wie schön das Konzert für sie war. 

Doch der Dank gilt auch vielen anonymen Helfern, die Briefe, die vorgelesen und an der Pinnwand festgehalten wurden, und liebevoll gestaltete Basteleien schickten, damit immer wieder für schöne Abwechslung im Lindenhof gesorgt haben. 

Schutzengel in Steinform und solche, die Nicole Eckert mit Kreide auf den Hof des Wohn- und Pflegeheims malt, bieten zusätzlich eine bunte Abwechslung und haben eine tiefere Bedeutung. „Dass unser Haus gut behütet durch diese schwere Zeit geht“, weiß sie.

Seniorenzentrum Lindenhof: Musik, Blumen und Kunst in schwerer Zeit 

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