Heppe weist Vorwurf der Untätigkeit zurück

Eschweger SPD beklagt prekäre Situation bei Kindergartenplätzen

Eschwege. Die SPD in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung beklagt fehlende Perspektiven bei der Kindergartenplanung in der Kreisstadt und Untätigkeit im Rathaus.

 „Ein Jahr hat sich nichts getan“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag. Bürgermeister Alexander Heppe (CDU) widerspricht.

„Der Vorwurf, wir würden nichts tun, ist natürlich absoluter Quatsch“, sagt Heppe und zählt auf, dass einerseits die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt und darüber hinaus alternative Optionen erarbeitet würden. Heppe: „Wir werden die große Lösung in diesem Jahr nicht verwirklichen können, deswegen ziehen wir vor, was für spätere Jahre geplant war.“

Konkret: Die Verwaltung bereitet einen Anbau an den städtischen Kindergarten im Stadtteil Oberhone vor und verhandelt mit einem freien Träger über die Erweiterung einer weiteren Tagesstätte in der Kernstadt. Drei zusätzliche Gruppen sollen entstehen. „Wir werden die Vorschläge den politischen Gremien vorlegen und streben Beschlüsse noch vor dem Sommer an“, sagt Heppe. Mit dem Baubeginn rechnet er noch in diesem Jahr.

Eine „große“ Lösung wäre nach Heppes Einschätzung schneller umsetzbar gewesen: „Wir hatten und haben die Möglichkeit, auf der grünen Wiese zu bauen“, sagt er, „aus der Politik kam aber der Wunsch, in die Innenstadt zu gehen und mehr als 20 Standorte zu prüfen.“

Den Sozialdemokraten reicht das nicht. „Es gibt noch immer keine neue Kindertagesstätte und auch keine Pläne“, so Feiertag, der beklagt, dass die März-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ausfiel, somit eine Gelegenheit zur Thematisierung verpasst wurde.

Die Sozialdemokraten wollen „zeitnah“ im Ausschuss für Familie und Soziales über das Thema diskutieren. „Wir bieten den Einrichtungen und den Elternvertretern auch Gespräche an“, sagt der SPD-Stadtverordnete Karl Montag. 

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare