Eschweger Stadtmarketing befürchtet: Der Ladenöffnung am Sonntag droht das Ende

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Eschwege. Das Eschweger Stadtmarketing befürchtet das Aus der verkaufsoffenen Sonntage in der jetzigen Form und im Umfang von bisher vier solchen Veranstaltungen pro Jahr.

„Eschwege ist eine von nur drei Städten in Hessen, die überhaupt noch vier verkaufsoffene Sonntage hat“, sagt Hartmut Schepp, Vorsitzender der Vereinigung. Kirchen und Gewerkschaften würden ihren Einfluss geltend machen, die Ladenöffnung des Einzelhandels am Sonntag zu unterbinden.

Dabei seien die verkaufsoffenen Sonntage insbesondere für Eschwege so wichtig. Schepp: „Für unsere Mitglieder unverzichtbar.“ Die Sonntage seien von Bedeutung, um sich als Einkaufsstadt zu präsentieren. Die Besucher würden sich Appetit holen und dann später zum Einkaufen wiederkommen, so der Vorsitzender der Vereinigung.

„Die verkaufsoffenen Sonntage sind so wichtig, weil nur an einem solchen Tag diese Massen an Menschen nach Eschwege kommen“, sagt Schepp, „die würden wir sonst nicht erreichen.“ Hinzu komme, dass an solchen Tagen besonders viele Besucher nach Eschwege kämen, die außerhalb des Werra-Meißner-Kreises wohnten.

Genehmigt würden verkaufsoffene Sonntage, so Schepp, ohnehin nur noch in Kombination mit „Traditionsveranstaltungen“. Deswegen sei es auch so wichtig gewesen, die Mobilitätsausstellung am Wochenende zu veranstalten, auch wenn relativ kurzfristig viele Autohäuser abgesagt hätten. Mit dieser neuen Veranstaltung werde die Tradition der Eschweger Automobilausstellungen (EAA) fortgesetzt.

Ohne diese Entscheidung würde die Genehmigung dieses vierten Sonntages im kommenden Jahr schwerfallen. „Unter Umständen würde die Genehmigung dieses verkaufsoffenen Sonntags einer verwaltungsgerichtlichen Prüfung nicht standhalten“, glaubt Stadtmarketingchef Hartmut Schepp.

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