150 neue Ausweise wurden ausgegeben

Eschweger Tafel stößt an Grenzen

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Eschweger Tafel ist gefragt wie nie: In den vergangenen Tagen gaben Margot Furchert (von links), Birgit Müller, Christa Zeich und Gudrun Daniel vom Tafel-Vorstand 150 neue Abhol-Ausweise aus.

Eschwege. Einmal im Jahr verwandeln sich die Räume der Eschweger Tafel in der Hindenlangstraße 1b in ein Büro-Center: Wenn neben der normalen Warenausgabe an drei Tagen auch die Ausgabe-Ausweise für die bedürftigen Kunden auf einen anderen Abholtag umgeschrieben werden.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel hatten ein Riesenpensum zu bewältigen. Margot Furchert, die Vorsitzende der Tafel: „Wir haben bisher 150 neue Ausweise ausgegeben. Das heißt, dass künftig an den drei Ausgabetagen mehr als 400 Personen, 300 Erwachsene und 100 Kinder, von der Eschweger Tafel mit Lebensmitteln versorgt werden.“ Zweck der bundesweit üblichen Maßnahme: Die Karten gelten nur ein Jahr, und die Kunden sollen mit den Abholtagen rotieren.

Die Vorsitzende rechnet damit, dass sich in den kommenden Tagen und Wochen die Zahl der Kunden noch leicht erhöht, wenn einige Säumige die notwendigen Papiere nachgereicht haben. „Aber wir stoßen immer mehr an unsere Grenzen, viel mehr bedürftige Personen können wir nicht verkraften“, betont Margot Furchert.

Erstens sei ein noch höheres Pensum personell von den ehrenamtlichen Helfern an den drei Ausgabetagen nicht zu schaffen, „und außerdem können wir auch nur ausgeben, was wir an Waren gespendet bekommen. Die reichen an manchen Tagen gerade so“, begründet die Vorsitzende ihre Aussage. 25 ehrenamtliche Helfer sorgen Tag für Tag, Woche für Woche dafür, dass der Betrieb der Eschweger Tafel floriert. Ein von der Tafel bezahlter Fahrer und seine Helfer sind von Montag bis Samstag im Kleintransporter unterwegs, sammeln die von Bäckereien und Märkten gespendeten Waren ein. Die von den fleißigen Helferinnen an jedem Tag sortierten Lebensmittel, Gemüse und Obst werden an drei Tagen der Woche – Montag, Mittwoch und Freitag – ausgegeben.

Manche Ehrenamtliche sind dann bis zu acht Stunden am Tag in der Tafel beschäftigt. Um die hohen Unkosten wie Miete, Strom, Wasser und Benzinkosten für das Tafelfahrzeug zu decken, ist die Tafel, die keine staatliche Unterstützung erhält, auf Spenden angewiesen. „Wir müssen uns selbst finanzieren. Wir freuen uns deshalb sehr, wenn wir Waren oder auch finanzielle Spenden von Privatpersonen, Vereinen und Gruppen bekommen“, betont Margot Furchert. „Nur dank dieser Spenden können wir auch künftig unsere freiwillig übernommene Arbeit fortsetzen.“

www.eschweger-tafel.de

Von Siegfried Furchert

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