Das Eschweger Unternehmen Sahm ist in der Welt zuhause

Haben sich bei Sahm umgeschaut: (von rechts) Die Schülerinnen Jenny Reinhardt, Pauline Herwig, Julia Küllmer, Marketingleiterin Heike Kollmann, Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad, Lehrerin Marion Lentz, Leiter des Auftragszentrums Jörg Bamberg und Lanting Weng (Praktikantin aus China). Foto: privat

Eschwege. Jeder fährt daran vorbei, viele mehrmals täglich: Was sich hinter den zwei Werksgeländen der Firma Georg Sahm links und rechts der Niederhoner Straße verbirgt, weiß wiederum nicht jeder. Hier wirkt ein Technologieführer im Bereich automatischer Spulmaschinen für technische Garne.

Schüler des Oberstufengymnasiums haben jetzt auf Einladung der Netzwerkinitiative Niwe das Unternehmen besucht.

„Als Technologieführer ist Sahm mit einem Exportanteil von 90 Prozent natürlich das Paradebeispiel für einen Global Player, der von Eschwege aus weltweit unterwegs ist“, sagt Wirtschaftsförderer der Kreisstadt und Netzwerk-Manager Wolfgang Conrad. Als exportstarkes Hightech-Unternehmen passt Sahm damit wunderbar zum neuesten Unterrichtsprojekt des Oberstufengymnasiums Eschwege. Im Rahmen des vom Lehrplan vorgegebenen Themas „Weltwirtschaft und Globalisierung“ setzt sich das Oberstufengymnasium intensiv mit heimischen Unternehmen auseinander, die für den Weltmarkt produzieren.

Der Einstieg in die globale Welt bei Sahm wurde den Schülerinnen von Marketingleiterin Heike Kollmann und vom Leiter des Auftragszentrums Jörg Bamberg leicht gemacht. Beide verkörpern den Erfolgsfaktor von Sahm – Begeisterung für Spitzenleistungen im Team – in idealer Weise. Sie gewährten Einblicke, wie man ein weltweites Netz an Niederlassungen und Handelsvertretungen aufbaut, um den Standort Eschwege zu unterstützen. Insbesondere an den Beispielen USA und China wurde klargemacht, dass die Kunden vor Ort kompetenten Service erwarten. Wenn in den USA über 250 000 Spulstellen der Firma Sahm rund um die Uhr laufen, dann ist dazu ein Servicestandort mit großem Lager und Servicetechnikern notwendig. Interessant war für die Schülerinnen zu erfahren, dass sie fast täglich mit Produkten und Materialien in Berührung kommen, die auf Sahm-Wicklern aufgespult werden. Ein Beispiel: Über 80 Prozent aller Sicherheitsstreifen in den Geldscheinen dieser Welt laufen auf Sahm-Produkten.

Die hohe Exportquote sichert den Standort Eschwege, wobei man gleichzeitig sehr stolz auf die regional verwurzelten Facharbeiter ist. Englisch ist Standard und wird neben der externen Kommunikation auch mittlerweile oft im Unternehmen gesprochen, da man auch Mitarbeiter aus anderen Länder beschäftigt.

Mit sieben Ausbildungsberufen (18 Azubis) und einem dualen Studium im Angebot ist der Facharbeiternachwuchs auf gutem Wege. „Schließlich beruht die Innovationskraft und der Erfolg des Unternehmens auf den Leistungen der Mitarbeiter“, erklären Heike Kollmann und Jörg Bamberg den Schülern. Beide betonten, dass die Ausbildung bei Sahm einen hohen Stellenwert hat. „Wir suchen junge Menschen, die in einem zukunftsorientierten Unternehmen unsere Begeisterung für innovative Produkte und Lösungen teilen“. (red)

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