Ehepaar Gires  stiftet eine Metall-Skulptur nach norwegischem Vorbild

Europas südlichstes Nordkap steht in Albungen

Albungen hat jetzt ein Nordkap: Gerd und Christa Gries stifteten die Metallskulptur die dem Dammweg an der Flutmulde ein Ziel gibt. Mit auf dem Bild ist Horst Rehbein. Foto:  Weber

Albungen. In Norwegen markiert es den nördlichsten Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht: das Nordkap. Jetzt gibt es ein zweites, im kleinen Ort Albungen: Der Dammweg endet in einer Sackgasse, zu sehen ist dort jetzt eine Metallskulptur.

Eine Straße, so meint Gerd Gries, muss irgendwo hinführen, sonst macht sie keinen Sinn. Für den Straßenplaner und Vorstandsmitglied des Heimat- und Verschönerungsvereins Albungen ein nachvollziehbares Anliegen. Was also tun, wenn eine Straße - oder auch ein Weg - nirgendwo hinführt? Richtig: Man gibt ihr oder ihm ein Ziel.

„Deshalb liegt Albungen nun an Europas südlichstem Nordkap“, sagte Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe zur Einweihung dieses Endpunkts. Zu diesem Zweck ließ Gerd Gries von Schmiedemeister Horst Rehbein aus Waldkappel eine Kopie der Nordkap-Weltkugel in Form eines Metallgerüsts anfertigen und wie das Original in Norwegen steht sie nun am Ende des Dammwegs, der während der Bauarbeiten zum Hochwasserschutz nördlich des Dorfes entstanden ist. Denn genau wie am nördlichsten Punkt Europas geht es am Ende des Dammweges entlang der Flutmulde nicht mehr weiter. Stattdessen bleibt dem Besucher der Blick aufs Wasser, den Zusammenfluss der beiden Werra-Arme.

Für Albungen ist es eine pfiffige Idee, um den Dammweg an dieser Stelle aufzuwerten, wie Heppe feststellte, und generell ein gutes Beispiel dafür, wie man der Region mit kreativen Ideen Anreize schaffen kann. Zusätzlich stellte der Heimat- und Verschönerungsverein mit einer vom Naturpark Meißner hergestellten Ruhebank Albungens 32. Bank auf. Und wenn sich die Flutmulde bei Hochwasser dann in einen See verwandelt, bietet sich ornithologisch interessierten Spaziergängern ein wunderbarer Ausblick auf eine temporär entstehende Wasserwelt und ihre tierischen Bewohner. Aber auch bei niedrigem Wasserstand haben einige Schwäne und Enten ihr Quartier hier bereits bezogen.

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