Fantasy-Vereinigung „Follow“ verwandelte Burggelände in eine ganz eigene Welt

„Ewiges Spiel“ ohne Sieger

Volle Konzentration: Michael Scheuch, Mitorganisator des Festes der Fantasie (Dritter von links), und weitere Teilnehmer beim „Ewigen Spiel“ auf Burg Ludwigstein. Foto: Schröter

Burg Ludwigstein. Buntes Treiben herrschte in dieser Woche auf der Jugendburg Ludwigstein. Mehrere hundert Mitglieder der Fantasy-Vereinigung „Follow“ verwandelten beim Fest der Fantasie das gesamte Gelände in eine ganz eigene Welt.

„Ziel unserer Vereinigung ist es, Fantasy nicht nur zu lesen oder in Filmen und Spielen zu konsumieren, sondern Fantasy zu entwickeln und zum Leben zu erwecken“, sagt Mitorganisator Michael Scheuch.

Seit der Follow-Gründung 1966 würden die Mitglieder eine komplette Welt mit vielen unterschiedlichen Völkern, Zivilisationen und Kulturen simulieren: die Fantasy-Welt Magira. „Durch die aktive und kreative Teilnahme der Mitglieder erwacht Magira immer wieder zu neuem fantastischen Leben“, erläutert der Darmstädter.

Im Mittelpunkt des jährlich an wechselnden Orten stattfindenden Festes der Fantasie steht das „Ewige Spiel“. Dabei werden auf drei mächtigen Spielplatten die drei Welten Magiras samt der sich darauf befindenden Reiche dargestellt. Nach ständig weiterentwickelten Regeln werden Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Völkern simuliert. „Dieses Spiel, bei dem es keinen endgültigen Sieger geben kann, wird bereits seit 1976 gespielt“, erzählt Michael Scheuch. Am Ende eines jeden Fantasy-Festes werde der Stand genauestens dokumentiert, sodass im darauf folgenden Jahr genau dort weiter gespielt werden könne.

Neben dem Ewigen Spiel gab es bei dem Fest, bei dem die Teilnehmer in verschiedenen, auf dem gesamten Burggelände aufgestellten Zeltstädte übernachteten, noch zahlreiche andere Aktivitäten. Dazu zählten diverse Workshops (unter anderem Line Dance), der „Followmarsch“ (eine Art Schnitzeljagd für Erwachsene), ein Zeremonienabend, ein großer Markt und zum Abschluss der magiranische Abend. „Selbstverständlich wird auch die Geselligkeit bei solchen Veranstaltungen groß geschrieben“, betont Scheuch.

Schon zum vierten Mal

Auf der Burg Ludwigstein fand das Fest der Fantasy nach 1995, 1998 und 2001 bereits zum vierten Mal statt. „Auch wenn das Gelände insgesamt für so viele Teilnehmer etwas klein ist, bietet die Burg als solche ein optimales Ambiente“, sagt der Mitorganisator. Es dürfte in ein paar Jahren also auch ein fünftes Mal geben.

Von Per Schröter

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