Sie war Eschweges Älteste

Ex-Oberstudienrätin Marlene Haupt mit 109 Jahren gestorben

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Ihre letzten Jahre verbrachte sie im Seniorenheim: Marlene Haupt, die älteste Einwohnerin Eschweges, ist im Alter von 109 Jahren verstorben.

Mehr als ein Jahrhundert hat Dr. Marlene Haupt erlebt. Ende März ist die älteste Einwohnerin Eschweges nur wenige Tage vor ihrem 109. Geburtstag gestorben.

Seit 1953 lebte die studierte Pädagogin in der Dietemannstadt und hat als Lehrerin für Deutsch und Geschichte eine ganze Generation von Schülern an der Leuchtbergschule geprägt. Dabei hatte Dr. Marlene Haupt bereits vor ihrer Versetzung nach Eschwege eine Karriere gemacht. 1911 in Posen geboren, machte die Tochter des Kunsthistorikers Dr. Georg Haupt 1931 ihr Abitur in Darmstadt.

Seit 1953 in Eschwege

Anschließend studierte sie Pädagogik und promovierte 1938 in Gießen mit einer Arbeit zum Thema „Reimar der Alte und Walther von der Vogelweide“. Sie lehrte unter anderem an der Odenwaldschule in Heppenheim, an Schulen in Rüsselsheim, Laubach und Bingen, Darmstadt und Traisa, bevor sie 1953 nach Eschwege kam.

Nach ihrer Pensionierung 1973 setzte sich Dr. Marlene Haupt ehrenamtlich im Vorstand des Eschweger Geschichtsvereins ein und berichtete bis 1989 in ausführlichen, kenntnisreichen Artikeln in der Werra-Rundschau über die Vorträge des Vereins.

Soziales Engagement

Ihr soziales Engagement, die ehrenamtliche Tätigkeit in einem Altenheim und die Betreuung von MS-Kranken, wurde 1987 mit einem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Bis über ihren 100. Geburtstag hinaus lebte die rüstige Rentnerin, die bis ins hohe Alter mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs war, noch allein in ihrer Wohnung am Finkenweg. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie im Seniorenheim St. Elisabeth in Eschwege. Im Eschwege-Lexikon von Herbert Fritsche ist ihre ein Eintrag gewidmet.

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