Wand stürzte ein

Explosionen in Mündener Farblager: Feuerwehren waren im Einsatz

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Feuerwehr im Einsatz: In einem Mündener Farblager ist es zu zwei Explosionen gekommen. Die Ursache ist unklar.

Hann. Münden. Zwei Explosionen im Farblager der Firma Haendler & Natermann führten am Montagmorgen zu einem Feuer in der Fabrikhalle. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Nach der ersten Explosion um 3.24 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, nach der zweiten Explosion um 3.50 Uhr stürzte eine Wand in der Produktionshalle ein. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Frühschicht hatte ihre Arbeit bereits aufgenommen. Ob es weitere Verletzte gibt, konnte noch nicht gesagt werden. Von der Feuerwehr wurden sofort Messungen vorgenommen. Nach Darstellung von Stadtbrandmeister Dieter Röthig, der den Einsatz leitete, hat für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, Schadstoffe wurden nicht festgestellt.

Neben der Werksfeuerwehr waren die Feuerwehren aus Münden, Gimte, Bonaforth, Wiershausen, Oberode und Hemeln mit insgesamt 100 Feuerwehrleuten am Explosionsort, der weiträumig abgesperrt wurde. Vor Ort waren außerdem die Rettungsdienste und die Polizei.

„Wären die Explosionen einige Stunden den später gewesen, wäre die Hälfte der Feuerwehrleute schon an der Arbeit gewesen“, so Röthig. „Wir sind an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit gekommen, es war ein sehr schwieriger Einsatz“. Nur der hohen Anzahl von Feuerwehrleuten sei es zu verdanken, dass das Feuer sich nicht noch mehr ausgebreitet habe.

Es wurden drei Einsatzgruppen mit 22 Atemschutztrupps gebildet. Das Feuer wurde ausschließlich mit Schaum bekämpft. Nach einer Stunde war der Brand unter Kontrolle, um 5.30 Uhr hieß es: Feuer aus. Es wurden noch Nachlöscharbeiten von Brandnestern vorgenommen, die mit der Wärmebildkamera fest gestellt wurden. Mittels Druckbelüfter wurden die Hallen und Räume von Rauch befreit. Die Firmenleitung sorgte dafür, dass die Einsatzkräfte Essen und Trinken bekommen haben.

Gegen 7 Uhr waren die meisten Feuerwehrleute wieder zurück, rechtzeitig, um relativ pünktlich an die Arbeit zu gehen.

Zur Brand- und Explosionsursache kann zurzeit noch nichts gesagt werden, auch zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Das Unternehmen: Haendler & Natermann produziert und liefert am Standort Kasseler Straße nach eigenen Angaben Aluminium- und Papieretiketten hauptsächlich für die Getränkeindustrie.  Auf dem Dreisch befindet sich ein aus der Stadt ausgegliedertes. aber eigenständiges Zweigwerk des Hauptunternehmens, die H&N Sport GmbH (1991 wurde dieser Zweig vom Mutterunternehmen getrennt) . Dort werden Luftgewehrkugeln für Jagd- und Luftsportgewehre hergestellt. Früher war das die Hauptproduktion im Hauptwerk.

Kartenansicht: Explosionen in Farblager

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