Das Fachwerk im Fokus

Auftakt der Fachwerk-Triennale im E-Werk: Wirtschaft und Kommunen sollen kooperieren

Wollen gemeinsam Innenstädte weiterentwickeln: (von links) Programmverantwortlicher Henning Schwarting vom hessischen Umweltministerium, Manfred Gerner und Dirk-Ulrich Mende von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte sowie Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. Foto: Deppe

Eschwege. So gut wie jeder findet sie schön und Städte, die sie haben, nutzen sie gerne als Aushängeschild. 2,5 Millionen Fachwerkhäuser gibt es in Deutschland derzeit noch etwa. Neu gebaut werden sie aber nur noch ganz selten. Grund genug, sich um den Erhalt und die Modernisierung zu kümmern. Das ist aber nur eines der Ziele der Fachwerk-Triennale, die gestern im Eschweger E-Werk eröffnet wurde und mit ihren 16 folgenden Veranstaltungen an verschiedenen Orten noch bis März nächsten Jahres andauert.

Laut dem deutschen „Fachwerkpapst“ und Experten Professor Manfred Gerner soll auch die engere Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommunen forciert werden. „Da stecken noch viele Energien im Verborgenen, die am Ende für alle von Nutzen sein können“, sagt er, hält die Ausschöpfung dieser Ressourcen aber noch für optimierbar. Gerner ist Präsident, der Arbeitsgemeinschaft deutscher Fachwerkstädte, die der verantwortliche Organisator der Triennale ist.

Im gut gefüllten E-Werk hatte zuvor Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe die Gäste mit einer kurzen Ansprache begrüßt. Er betonte dabei die aus seiner Sicht unbedingt notwendige Zusammenarbeit der einzelnen Kommunen. „Wir stehen mit der Modernisierung des alten Bestandes vor einer großen Herausforderung, die wir gemeinsam deutlich besser bewältigen können“, sagte er. Eschwege habe dabei schon einen guten Weg hinter sich gebracht. Heppe nannte E-Werk, Schlossgalerie und die Anlage am Brühl 6 als Beispiele. Er nutzte die Gelegenheit, um in Anwesenheit von Henning Schwarting vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mehr Geld von Bund und Land für Förderprojekte zu fordern. „Aus attraktiven Innenstädten resultiert ein positives Verhältnis zwischen Weg- und Zuzügen“, so Heppe.

Gleiches betonte auch sein Celler Amtskollege Dirk-Ulrich Mende, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Deutschland müsse noch viel stärker mit dem Fachwerk für sich werben, sagte er. Ohne Impulse aus der Wirtschaft könnten sich die Innenstädte aber nicht weiterentwickeln.

Nächster Termin der Fachwerk-Triennale ist am Freitag, 3. Juli in Frankfurt-Höchst. Thema ist dann die Nutzung von Ladenleerständen.

Von Lasse Deppe

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