Fünf Tage Datteröder Gänsekirmes gingen gestern zu Ende - Umzug traf allerdings ohne Banner auf dem Festplatz ein

Fahne konnte nicht verteidigt werden

Die Landfrauen aus Datterode zeigten sich farbenfroh und sportlich auf ihren Fahrrädern beim Festumzug der Datteröder Gänsekirmes am Sonntag durch das Dorf. Fotos: Gudrun Skupio

Datterode. Dass sie das Feiern trotz neunjähriger Pause noch lange nicht verlernt haben, zeigten die Datteröder am Wochenende auf ihrer Gänsekirmes.

Mit dem traditionellen Girlandenwickeln auf dem Dorfanger, das von leichten Regenschauern kurzzeitig gestört wurde, wurden die fünf Festtage eingeläutet. Die Kirmesburschen Johannes Schroth und Sebastian Busch sowie die Kirmesmädchen Johanna Ronshausen und Jana Schmidt konnten dabei auf die tatkräftige Unterstützung von 30 Landfrauen zählen, die mit routinierten Handgriffen innerhalb von nur zwei Stunden die Girlande gewickelt hatten. Die Band Pipes & Drums of Cherrytown sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Der Kirmesfreitag war mit dem von Hessensound veranstalteten Discoabend der stärkste Tag der Gänsekirmes, bei dem sich über 500 Besucher im Festzelt einfanden, um gemeinsam zu feiern.

Mit einem Umspiel im Dorf wurde die traditionsreiche Gänsekirmes am Samstagmorgen fortgesetzt. Die Band „The Tequilas“ versetzte abends das Festzelt in Stimmung. Im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag im Festzelt säumte ganz Datterode die Straßen, um den Festumzug anzuschauen. Zahlreiche kreative Mottowagen, die Blaskapelle des TMZ Röhrda sowie der Spielmannszug Werratal ließen den Umzug zu einer sehenswerten und abwechslungsreichen Veranstaltung werden.

„Wir kommen nicht aufs Treppchen, drum trinken wir Rotkäppchen“, sagten sich die Damen vom TSV Datterode kurzerhand und hatten neben roten Mützen, Rotwein und Kuchen auch den Sekt besagter Marke dabei. „Beveer de woas Ahles wegschmisst - froacht uns!“, warb der Heimatverein für seine Zwecke. Das Kneipenmobil mit seiner Bierrutsche sorgte bei den Zuschauern für viel Begeisterung. Auch Bürgermeister Klaus Fissmann bekam kurzerhand einen kühlen Schoppen gereicht.

Leider erfolglos versuchten die Kirmesmädchen und -burschen, ihre Fahne zu verteidigen. Kurz vor dem Anger lauerten ihnen eine Handvoll Jugendliche auf, die nach geglücktem Beutezug triumphierend die letzten Meter des Umzugs mit der Fahne hinter sich legten. Bei herrlichem Sonnenschein genossen die Kleinen, denen der Kirmessonntag gewidmet war, die zahlreichen Attraktionen, testeten die Mohrenkopfmaschine oder tobten sich auf der Hüpfburg aus.

Gestern klangen die gelungenen fünf Kirmestage mit einem Frühschoppen im Zelt, Mittagessen und anschließendem Firmenwettbewerb langsam aus.

Von Gudrun Skupio

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