Falschparker: Kontrolle der Ämter ist nötig

Werra-Meißner. Falschparker müssen im Werra-Meißner-Kreis regelmäßig zur Raison gebracht werden. Das geht aus einer Umfrage bei einigen Kommunen hervor.

„Es gibt Ecken, wo Halteverbot herrscht, die jedoch immer wieder zugeparkt werden“, sagt Rainer Langefeld, Leiter des Ordnungsamts Bad Sooden-Allendorf. Weil die Stadt Parkgebühren erhebe, müsse auch die Einhaltung überprüft werden. Solang verstärkt kontrolliert werde, ginge es gut, sonst schleiche sich das Problem wieder ein. Zwei Hilfspolizistinnen seien mit Doppelschicht auch abends, am Wochenende und an Feiertagen unterwegs. 55 000 Euro hat Wanfried jüngst für den Parkplatz am Waldschlösschen ausgegeben, da einige Besucher des Hafens trotz Halteverbot so parkten, dass Fußgänger teilweise auf die Straße ausweichen mussten. Bei Einnahmen durch 3000 Euro über Gebühren und 2500 Euro über Verwarngeld im Jahr soll sich der Parkplatz in zehn Jahren amortisiert haben.

Bereits seit 2003 wird in Großalmerode laut Ordnungsamtsleiter Matthias Gude der ruhende Verkehr überwacht. Zwei Kollegen kontrollieren neben weiteren Aufgaben die Kernstadt und die Stadtteile, wenn sie auf Probleme dort hingewiesen werden. So wie jüngst in Uengsterode, wo laut Anwohnern einige Mitarbeiter einer Firma auf dem Gehweg geparkt hatten. „Das bürgert sich so ein ohne schlechtes Gewissen, weil man dem anderen Verkehr Platz machen will“, sagt Bürgermeister Andreas Nickel. Nach einem Gespräch mit der Firma parkten die Mitarbeiter nun ordnungsgemäß. Viele wüssten nicht, dass sie nicht auf dem Gehweg parken dürfen, hat auch Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt festgestellt. Dies sei zunehmend ein Problem, da Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen nicht mehr durch kämen. „Die Menschen parken teilweise direkt vor Geschäft oder Praxis, das geht auf dem Dorf, aber nicht in der Stadt.“ Auch, um Dauerparken zu vermeiden, gebe es seit Anfang des Jahres Kontrollen. 

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