Per Telefon und Online

Familienbildungsstätte hat besondere Angebote in der Krise

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Stellen das Online-Angebot vor: Gudrun Lang (links) und Birgit Elbracht. Die Familienbildungsstätte in Eschwege lädt zu Bewegung und Diskussion ein. 

Die Evangelische Familienbildungsstätte (FBS) in Eschwege reagiert mit einem geänderten Angebot auf die besonderen Herausforderungen der Krise.

Dialog per Telefon, Austausch in Erziehungsfragen auf digitaler Schiene, Bewegungsanleitung online: „Wir wollen auch in dieser Zeit für die Familien da sein“, sagt Gudrun Lang. Die Leiterin der Einrichtung berichtet von den Überlegungen zu machbaren und sinnvollen Angeboten.

Vier Yoga-Kurse starten im Mai beziehungsweise im Juni – zwei am Abend (donnerstags), zwei nachmittags (dienstags). Online bekommen die Teilnehmer am 7., 14. und 28. Mai sowie am 4., 18. und 25. Juni jeweils von 19 bis 20.30 Uhr sowie am 5., 12., 19. und 26. Mai sowie am 2., 9., 16, 23. und 30. Juni zwischen 16 und 17.30 Uhr Anleitung. Das Angebot ist wie alle übrigen Offerten kostenlos, bedarf aber einer verbindlichen Anmeldung und Teilnahme. Erforderlich ist ein digitales Endgerät mit Kamera, Lautsprecher und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung. Die Software wird per Link gestellt. „Die Teilnehmer sehen sich untereinander und können miteinander reden“, erklärt die stellvertretende Leiterin Birgit Elbracht.

Ein Online-Spielkreis beginnt am 2. Juni und findet außerdem an den folgenden vier Dienstagen immer zwischen 10 und 11 Uhr statt. Masken nähen die Teilnehmer des Angebots am kommenden Mittwoch zwischen 19 und 21 Uhr. Wer das Gefühl hat, einmal mit jemandem reden zu wollen, der ist beim Eltern- oder Kinder- und Jugend-Telefon der Familienbildungsstätte (0157-34 40 58 92) richtig. Von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr gibt es diese Möglichkeit. Das ist allerdings kein Notfalltelefon“, sagt Lang. Bei schwerwiegenden Problemen werden Kontakte vermittelt.

Zwei Foren für Eltern beginnen in der übernächsten Woche. Am 11. Mai startet ein Kursus mit vier Online-Treffen zu klassischen Eltern-Fragen. Einen Tag später kommen Eltern im Netz zusammen, die sich selbst Themen geben und sich dazu austauschen. Auch hier sind feste Teilnehmerkreise vorgesehen.

„Wir sind neugierig, wie das klappt“, sagt Gudrun Lang. Das klassische Kursangebot mit dem persönlichen Gegenüber gehe nicht. „Wir haben uns online auf den Weg gemacht, um überhaupt in Kontakt treten zu können.“

Vom klassischen Angebot erhalten, und das im Bedarfsfall auch mit persönlichen Besuchen, bleibt der Service der Familienhebammen und -krankenschwestern. Dabei gehe es in erster Linie um die Betreuung von Familien mit besonderen Bedürfnissen, erklärt Birgit Elbracht. Es gehe auch darum festzustellen, ob das Kind in seiner Entwicklung den Stand erreicht hat, den es erreicht haben müsste. Das Angebot sei der Situation entsprechend modifiziert worden. Vieles könne online erledigt werden.

Persönliche Besuche würden aber nach wie vor dort stattfinden, wo sie erforderlich seien. fbs-werra-meissner.de

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