Weder grau noch leise

Familienbildungsstätte feiert mit Freunden 70. Geburtstag

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Mit 70 weder grau noch leise: Menschen jeden Alters und verschiedenster Nationalitäten waren der Einladung der Familienbildungsstätte zu ihrer Feier zum 70. Geburtstag am Donnerstag ins E-Werk gefolgt.

Mehr als 200 Menschen waren am Donnerstagabend in das Eschweger E-Werk gekommen, um mit der Evangelischen Familienbildungsstätte (FBS) ihren 70. Geburtstag zu feiern.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele gekommen sind – genau das haben wir uns gewünscht“, sagte Gudrun Lang, Leiterin der Einrichtung, bei der Begrüßung.

Und tatsächlich ging es bei dem Fest nicht um das Halten feierlicher Reden, sondern darum, mit möglichst vielen Menschen, die der Einrichtung verbunden sind, zu feiern. Beinahe hundert Ehrenamtliche, das komplette Team der FBS und Akteure der zahlreichen Kooperationspartner, die das Haus in der Region hat, und natürlich nicht zuletzt die Menschen, die die Angebote der Familienbildungsstätte nutzen, waren gekommen.

Vorstellen im Film 

„Ich bin mir sicher, dass jeder in Eschwege bewusst oder unbewusst schon mal mit uns zu tun hatte“, sagte die stellvertretende Leiterin Birgit Elbracht.

In einem kurzen Film, den Sebastian Bender für die FBS produziert hat, stellen die Frauen ihre Tätigkeitsbereiche in kurzen und empathischen Statements vor – von der Leiterin bis zur Familienhebamme über freiwillige Seniorenbegleiter und die Frauen der Flüchtlingshilfe sowie die Damen der Spielkreise.

Frauen über Frauen: das Team der Familienbildungsstätte zur Feier auf der Bühne.

Bei einer Mitmacheinlage von Poetry-Slammer Felix Römer versucht der Moderator herauszufinden, wer die FBS wie lange kennt. Am Ende steht eine alte Dame allein in der hintersten Reihe, sie hat mit der Einrichtung seit 1967 zu tun.

Im Anschluss kündigt Felix Römer den Gästen einen „Hausrundgang“ durch die FBS an. Statt Tätigkeitsberichten liefert das Team, wohlsortiert nach Aufgaben, kurze szenische Auftritte, die ihr Tun lebhaft illustrieren. Dabei gelang es ihnen partiell auch, sich selbst etwas auf die Schippe zu nehmen, zum Beispiel, wenn das Leitungsteam in einer für morgens angesetzten Besprechung bis Mittag zunächst die Befindlichkeiten klärt oder die Kinderbetreuung mit dem Satz startet, dass man kleine Kinder am liebsten fressen will und wenn sie größer sind, bereut, es nicht getan zu haben.

Aus den Küchen von Frauen aus aller Welt

Nach der launigen Vorstellung ist Zeit für das Büfett, das die bunte Welt der FBS nicht besser hätte widerspiegeln können. Zwar hatte die Einrichtung zum Fest einen Caterer beauftragt, doch zahlreiche Leckereien kamen aus den Küchen von Frauen aus aller Welt, die auf verschiedene Weise mit der Eschweger Einrichtung verbunden sind. Eine Frau hatte allein 130 gerollte Weinblätter gefüllt, ebenso stammten kunstvolle Weißbrote mit schwarzem Sesam und Aufstriche, die auf Namen wie „Das Glück des Sultans“ hören, aus der arabischen Küche. Dass das Büfett ausschließlich vegetarisch und der Sekt alkoholfrei war, hat dem Fest keinen Abbruch getan.

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