31-Jähriger wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

Fast sieben Jahre Gefängnis für Eschweger

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Eschwege/Kassel. Weil er sich jahrelang immer wieder an seinem Stiefsohn vergangen haben soll, muss ein 31-Jähriger aus Eschwege für sechs Jahre und elf Monate ins Gefängnis.

Nach vier Verhandlungstagen vor dem Kasseler Landgericht wurde der Mann am Donnerstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs in sieben Fällen verurteilt. Zwei weitere Übergriffe, die ihm in der Anklage ebenfalls noch zur Last gelegt worden waren, hielt die Strafkammer dagegen für nicht hinreichend nachweisbar.

Zugleich aber zeigte sich das Gericht überzeugt, dass nur ein „Bruchteil der Taten“ überhaupt zur Anklage gekommen sei. „Für uns ist erwiesen, dass es eine Vielzahl von Straftaten zum Nachteil des Jungen gegeben hat“, betonte Strafkammervorsitzender Jürgen Dreyer. Das heute zwölfjährige Kind hatte berichtet, seit der Zeit um seinen siebten Geburtstag herum regelmäßig vom Stiefvater missbraucht und vergewaltigt worden zu sein – mehr als dreieinhalb Jahre lang, bis zum Frühjahr 2012. Verteidiger Bernd Steinbach versuchte in seinem Plädoyer, diese Beschuldigungen als Lügen zu entlarven, und forderte Freispruch. Das Gericht aber glaubte dem Jungen. Gleichwohl blieb es mit dem Urteil unter der Forderung des Staatsanwalts, der insgesamt acht Jahre Haft verlangt hatte.

Von Joachim F. Tornau

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