Eschweger Musikzüge präsentierten sich beim 13. Frühjahrskonzert am Obermarkt

Fest der Freuden naht

Dicht gedrängt: Wer einen guten Platz ergattern wollte, musste entweder früh am Obermarkt oder etwas akrobatisch veranlagt sein. Die Zuschauer kletterten auf Bänke, den Schuster-Jobst-Brunnen oder auf Papierkörbe. Fotos: W. Skupio

Eschwege. Zum 13. Mal fand am Samstag das Frühjahrskonzert der Eschweger Musikzüge auf dem Obermarkt statt, welches für die Spielmannszüge nicht nur eine Generalprobe für das nahende Johannisfest ist, sondern sich mittlerweile auch zu einem kleinen Volksfest entwickelt hat.

Früh übt sich: Manche der jüngeren Spielleute können gerade so die großen Trommeln tragen. Pfeifenspieler haben es da leichter.

Mehrere hundert Zuschauer drängten sich um die schmale Absperrung am Obermarkt, um die Musikzüge zu erleben. Denn neben der Musik hatten die Formationen natürlich eine passende Choreographie einstudiert, so dass die Zuschauer eine mehrstündige, unterhaltsame Show zu sehen bekamen.

Den Anfang machte mit den Schulspielmannszügen der Friedrich-Wilhelm-Schule und der Alexander-von-Humboldt-Schule, sowie den Rotjacken-Kidz der Nachwuchs. Mit erstaunlicher Professionalität bewiesen selbst ganz junge Spielleute von gerade einmal sechs Jahren, dass Musikzüge fast keiner Altersgrenze unterliegen und sich die „Großen“ zudem bestimmt keine Sorgen um ihren Nachwuchs machen müssen.

Trommel-Fell: Wer beim Fanfarenzug neben der Pauke steht, dem ist es meist schnell zu laut, wie diesem jungen Konzertbesucher.

Die Marching Band Dietemann, der Spielmannszug Werratal und der Fanfarenzug Eschwege begeisterten die Menschen mit ihren Auftritten und bewiesen zudem, dass Musikzug eben nicht gleich Musikzug ist, sondern in Eschwege verschiedenste musikalische Repertoires abgedeckt werden. Durch das Programm führte Stadtrat Jörg Hartebrodt.

„Was Eschwege musikalisch zu bieten hat, ist einmalig“, sagte Bürgermeister Alexander Heppe, der in seiner Eröffnungsrede vor allem die Jugendarbeit der Musikzüge hervorhob. Nun merke man, dass das Fest der Freuden nicht mehr weit sei, so Heppe.

Von Wolfram Skupio

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