Vorbereitung des Natur-Freibads

DLRG und THW holen 40 Festmeter Holz aus dem Werratalsee

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Die DLRG mit Tauchern und das THW mit schwerem Gerät bereiteten den Werratalsee bei Eschwege für die Montage der Tauchplane vor. Dabei holten sie große Mengen Holz aus dem See

Baumstämme beziehungsweise ein in mehrere Teile zerbrochener Baum und Betonanker mussten vom Grund des Sees geholt und an das Ufer gebracht werden.

Die Kreisstadt Eschwege will einen etwa 10 000 Quadratmeter großen Teil des Sees vor dem Badestrand am Südufer mit der Plane zum übrigen abschotten. Dieser kleinere Teil soll vom kommenden Sommer an gefiltert oder auf andere Art gereinigt werden und so eine Wasserqualität haben, die Badebetrieb ermöglicht.

24 Helfer von der DLRG-Ortsgruppe Eschwege-Wanfried und zehn Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) vom Ortsverband Eschwege waren nach Angaben Michael Kuß-Schönzarts zehn Stunden im Einsatz. Der THW-Zugführer berichtet von schwierigen Arbeiten im eiskalten Wasser. Der Werratalsee hat gegenwärtig eine Temperatur von um die fünf Grad Celsius. Die DLRG-Taucher hätten in Eisschwimmanzügen gearbeitet. Zunächst mussten die Tonnen und die Bäume geortet und anschließend unter Wasser vom Schlamm freigegraben werden.

Sechs mit Beton gefüllte Tonnen wurden mit der Seilwinde aus dem See gezogen. An den Ankern war einst eine Schwimminsel befestigt. Die gibt es nicht mehr; die Beton-tonnen blieben im See zurück.

Eine deutlich größere Herausforderung war ein riesiger, mit Wasser vollgesogener Baumstamm. „Der Baumstamm hat ein Gewicht von mehr als zwanzig Tonnen“, schätzt Kuß-Schönzart. Bis ans Ufer des Sees zogen die Mitarbeiter den Stamm mit ihrer Zehn-Tonnen-Seilwinde. Dort war Endstation. Es gelang nicht, ihn mit dem THW-Bagger weiter zu befördern. „Dazu brauchen wir schwereres Gerät“, sagt Kuß-Schönzart. Insgesamt schätzen die Helfer das Volumen des geborgenen Holzes auf fast 40 Festmeter.

Der Werratalsee war in den vergangenen Jahren nicht immer als Badesee geeignet. Wegen der massenhaften Vermehrung von Cyanobakterien konnte das Gewässer in großen Teilen des Sommers nicht genutzt werden. Weil für den gesamten See in absehbarer Zeit wohl keine Lösung wird umgesetzt werden können, will die Stadt die kleinere, einen Hektar große Bucht am Sandstrand des Südufers vom übrigen See abtrennen.

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