Großeinsatz der feuerwehr

Brand in Gemeinschaftsunterkunft in Eschwege - 108 Bewohner evakuiert

Brand in Gemeinschaftsunterkunft Eschwege an Max-Woelm-Straße
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Die Eschweger Feuerwehr sichert das Gebäude und sucht nach Personen. 

Ein Feuer in einer Gemeinschaftsunterkunft in Eschwege löste am Donnerstag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten aus.

Eschwege. Um die 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Eschwege und Niederhone sowie acht Leute vom DRK-Rettungsdienst waren am Donnerstagvormittag an der Eschweger Max-Woelm-Straße im Einsatz. Sie waren kurz nach 11.30 Uhr alarmiert worden, weil im zweiten Stock des weitläufigen Gebäudes, in dem eine Gemeinschaftsunterkunft der Awo untergebracht ist, ein Feuer gemeldet worden war. 

Das, so bestätigte die Leiterin des Einsatzes, Katja Allsdorf Rathgeber, befand sich im zweiten Stock des Gebäudes, wo ein Geländer samt der Verkleidung brannte. 

Brand in Eschwege schnell unter Kontrolle 

Das eigentliche Feuer hatten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle. Sie schloss nicht aus, dass es sich bei dem Feuer um vorsätzliche Brandstiftung handelte. 

Auch Awo-Geschäftsführer Martin Weisbecker äußerte diesen Verdacht: „Da hat jemand gezündelt“, sagt er. Das Gelände ist für frei zugänglich. Bei dem Feuer war es zu erheblicher Rauchentwicklung gekommen, wobei nach Angaben der Einsatzleiterin niemand ernsthaft verletzt worden war. Allerdings befragten die Feuerwehrleute die auf dem Hof wartenden Bewohner immer wieder, ob sie Rauch eingeatmet hätten. 

Brand in Eschwege: 108 Bewohner mussten evakuiert werden

Deutlich schwieriger als die eigentliche Brandbekämpfung stellte sich die Evakuierung des Gebäudes heraus. In dem Haus leben aktuell 108 Flüchtlinge, darunter viele Familien mit Kindern. Sechs Atmeschutzgeräteträger waren in dem ehemaligen Fabrikgebäude unterwegs, um nach Personen zu suchen, die sich dort noch aufhielten. Einige Türen waren verschlossen. „Im Zweifel müssen wir die aufbrechen“, sagte Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber. 

Während die Feuerwehr das Gebäude sicherte und den Brand kontrollierte, hatte sich der Hof der Gemeinschaftsunterkunft mit Menschen gefüllt. Frauen, viele Kinder und Männer saßen und standen dort, um das Geschehen zu verfolgen. Die Straßen im weiteren Umfeld der Max-Woelm-Straße und der Stresemannstraße waren für längere Zeit für den Verkehr gesperrt. Weiter Bilder gibt es hier: 

Großeinsatz der Feuerwehr Meinhard (Region Kassel) am Samstag (30.05.2020): In einem Einfamilienhaus ist ein Brand ausgebrochen - die Bewohner und ihre Hunde konnten rechtzeitig gerettet werden.

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