Feuerwehr: Anzahl der weiblichen Rettungskräfte im Kreis wächst kontinuierlich

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Nathalie Mauler ist Feuerwehrfrau Schriftführerin im Feuerwehrverein des Großalmeröder Stadtteils Laudenbach.

Werra-Meißner. Geht bei den Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis der Alarm los, dann sind es immer mehr Frauen, die sich Schutzkleidung anziehen und helfen. Jede zehnte Kraft in den Einsatzabteilungen ist mittlerweile weiblich.

Laut Kreis-Pressesprecherin Sylvia Weinert gab es Ende vergangenen Jahres 282 Frauen in den Einsatzabteilungen. Das sind 10,2 Prozent. 2014 waren es noch 9,6 Prozent, Ende 2015 lag die Quote bei 9,8 Prozent.

In einigen Orten des Werra-Meißner-Kreises wird dieser Wert weit überschritten. Etwa im Großalmeröder Stadtteil Laudenbach. Hier sind von knapp 40 aktiven Einsatzkräften sieben Frauen. Eine davon: Tina Oetzel, wurde zudem kürzlich jüngst als erste Frau zur Vorsitzenden des Feuerwehr-Vereins im Ort gewählt.

Die Kameradschaft mache für sie das Besondere am ehrenamtlichen Einsatz in der Feuerwehr aus, sagt die 41-Jährige. Und die Schriftführerin des Vereins, Nathalie Mauler, ergänzt: „Man kann die Einsätze nicht planen.“ Zwar stünden für Übungseinheiten Zeiten fest, „aber man steht jederzeit bereit und muss sich auf neue Situationen einstellen.“

„Feuerwehren, die erfolgreich sind und viele Mitglieder haben, haben schon früh angefangen, Frauen aufzunehmen“, sagt Kreisbrandmeister Oliver Bolte, in Laudenbach heimisch und Oetzels Stellvertreter im Verein. Dazu komme: Dem Umgangston innerhalb der Wehr haben mehr Frauen nicht geschadet. Früher sei dieser ruppiger gewesen. Obwohl die Zahl an Frauen in den Einsatzabteilungen zunimmt, gibt es immer noch wenige Wehrführerinnen. Stand Ende 2016 gab es im Kreis vier davon inklusive Stellvertreterinnen. Das macht bei 129 Wehren rund drei Prozent. 

Viele Frauen machen Musik

Rund 18.600 Mitglieder hatte der Kreisfeuerwehrverband im Werra-Meißner-Kreis mit Stand zu Ende 2016, teilt der Vorsitzende Hans-Heinz Staude mit. Das Alter der Mitglieder liegt dabei zwischen sechs und 97 Jahren. Besonders gut vertreten sind Mädchen dabei in den Kindergruppen und Jugendwehren. 

Von 352 Kindern waren Ende vergangenen Jahres 119, also gut ein Drittel, weiblich. Bei den Jugendwehren werden es schon weniger: Hier engagieren sich von insgesamt 804 Mitgliedern 236 Mädchen. Fast ausgeglichen ist das Verhältnis bei den Feuerwehrmusiker. In den diversen Feuerwehrorchestern spielen 124 Männer und 111 Frauen.

Von Nicole Demmer

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