Feuerwehren im Kreis: Frauenquote weiter stabil

Nicht alltägliche Situation: Yasmin Lenz aus Uengsterode ist die einzige weibliche Wehrführerin im gesamten Werra-Meißner-Kreis. Foto: Ulbrich

Werra-Meißner. Stabile Zahlen bei den Frauen, aber deutlich gesunkene bei den Mädchen lautet die Bilanz der Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis im Bezug auf weibliche Mitglieder.

Die Feuerwehren im Landkreis Werra-Meißner kämpfen um ihre weiblichen Mitglieder: Wie Kreisbrandinspektor Christian Sasse mitteilt, seien die Zahlen der weiblichen Mitglieder in den Einsatzabteilungen stabil, die aktuelle Quote mit Stand 31. Dezember 2014 beträgt mit 278 von insgesamt 2621 Brandschützern 10,6 Prozent. Im Vorjahr waren 284 Frauen (2646 Gesamt) bei den Wehren aktiv, die Quote betrug 10,7 Prozent.

Mit den Zahlen - insbesondere bei den Frauen - könne man gut leben, sagt Sasse weiter. Auch die allgemeinen Mitgliederzahlen pendelten sich auf einem stabilen Niveau ein. Allerdings bereite der Trend bei den Mädchen in den Jugendfeuerwehren etwas Sorgen, dort sank die Zahl binnen fünf Jahren von 315 auf 262, ein Minus von 17 Prozent, teilt Kreisjugendfeuerwehrwartin Natascha Franz mit.

Die Gründe dafür seien vielfältig: Einerseits fehle es ganz einfach an Kindern, andererseits seien häufig auch nicht genügend erwachsene Betreuer vorhanden - beides gelte insbesondere für kleinere Orte, in denen die Nachwuchsprobleme laut Franz ohnehin stärker ausgeprägt seien. Dies habe auch dazu geführt, dass einige Jugendwehren ruhen, aufgelöst werden musste aber noch keine der Wehren für den Nachwuchs, sagt Franz weiter. Als Mittel, um Nachwuchs zu rekrutieren, habe man daher vor einigen Jahren die Bambiniwehren gegründet.

Im Bereich der Einsatzabteilungen versuche man laut Kreisbrandinspektor Sasse ebenfalls neue Wege zu gehen: „Neben der Jugend, unserem Potenzial für die Zukunft, und den Frauen, stehen Menschen mit Migrationshintergrund im Fokus unserer Bemühungen.“ Er wisse von einigen anderen Landkreisen, in denen dies gut funktioniere. Für Positionen in der Verwaltung sei es laut Sasse auch denkbar, Menschen mit Behinderungen zu intergrieren, auch derartige Überlegungen liefen bereits.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare