Verwaltungssoftware Florix

Feuerwehrleute im Kreis kämpfen mit Bürokratie

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ahlreiche Reiter: Stadtbrandinspektor von Hessisch Lichtenau Steffen Rödel zeigt die Feuerwehr-Verwaltungssoftware Florix.

Werra-Meißner. Die Feuerwehrleute im Werra-Meißner-Kreis haben zunehmend mit der Verwaltungssoftware Florix zu kämpfen.

Im vergangenen Jahr erteilte das Hessische Innenministerium gleich zwei Wehren zunächst keinen Bewilligungsbescheid, da die im System vorhandenen Daten eine Förderung nicht rechtfertigten. Dies bestätigt Kreisbrandinspektor Christian Sasse auf Anfrage.

So mussten die Wehren aus Herleshausen und Wanfried erst ihre Daten nachpflegen, damit der Förderung für je ein Tragkraftspritzenfahrzeug noch stattgegeben werden konnte. „Im Vorfeld hat es regelmäßige Anmahnungen der Datenkonsistenz Florix an die Kommunen gegeben“, sagt Sasse. Die Software sei für den Bereich der öffentlichen Feuerwehr hessenweit allumfassend, jedoch teilweise schwerfällig und nicht intuitiv bedienbar. Dafür gebe es aber Lehrgänge an der Hessischen Feuerwehr-Schule in Kassel.

„Vom Zeitaufwand her gibt es keine Probleme, aber die Handhabung ist nicht so einfach“, sagt auch Benedikt Beckmann, seit 2013 Stadtbrandinspektor von Wanfried. Da im System zu wenig Atemschutzgeräteträger vermerkt waren, hatte das Innenministerium 2016 der von den Wanfriedern beantragten Förderung nicht stattgegeben. „Im Bericht stand, dass wir uns Gedanken über unsere Zukunftsfähigkeit machen müssen, es wurde infrage gestellt, ob eine Investition gerechtfertigt ist.“ Allerdings wurden laut Beckmann nicht die Umstände berücksichtigt: „Es wurde nicht auf die Regelungen unserer Alarm- und Ausrückeordnung eingegangen.“ Die Wehr pflegte die Daten nach und erhielt nach dem zweiten Bericht den Bewilligungsbescheid.

Man habe sich laut Beckmann lange gesträubt, das System zu 100 Prozent zu nutzen und anfangs nur die Daten erfasst, die für die Wehr selbst auch relevant waren, aber mittlerweile gehe kein Weg mehr daran vorbei. 

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