Konzertbesuch oder Fernsehshow

Großzügiger Finderlohn für seltene Bühnenlampe 

Kratzer am Auto, leere Scheinwerfertasche: Stefan Wagner will unbedingt die Lampe zurück, die für den Dieb nicht zu gebrauchen ist und hofft, dass sich jemand meldet. Dafür gibt es einen Finderlohn. Fotos: Privat

Eschwege. Stefan Wagner ist verzweifelt. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde sein Auto auf dem Werdchen in Eschwege demoliert und aufgebrochen. Das Schlimmste: Eine teure Lichtmaschine seines Arbeitgebers wurde ebenfalls aus seinem Wagen gestohlen. Wagner will das Gerät auf jeden Fall wiederhaben. Deswegen hat er ein großzügigen Finderlohn in Aussicht gestellt.

„Dem Dieb bringt dieser eine Scheinwerfer gar nichts“, sagt Wagner über das verschwundene Einzelstück. Das Gerät sei durch eine Seriennummer personalisiert und ohne externe Steuerung nicht zu bedienen. „Man kann nichts damit anfangen, für mich ist es aber wichtig, dass ich den Scheinwerfer zurückbekomme“, sagt er über die fast 60 Zentimeter große und 21 Kilo schwere Lampe, die seinem Arbeitgeber gehört. Es ist ein hochmoderner Scheinwerfer auf LED-Basis, der sich bewegt und Farben sowie Effekte erzeugt, um Protagonisten bei Konzerten und im Theater ins rechte Licht zu rücken.

Wagner hatte die Lampe im Auto, weil er sie bei einem Geschäftstermin vorgestellt hatte. Das Auto war über Nacht an einem Parkplatz am E-Werk abgestellt. Dort fand am Freitagabend eine Abi-Feier statt.

Wird der Scheinwerfer nicht wiedergefunden, muss Wagner für die Kosten aufkommen. „Da gibt es von meiner Firma keine Absicherung.“ Weil die Lampe für den Dieb keinen Wert hat, hoffe Wagner, dass er sie zurückbekommt. „Die Tat ist sicher nicht unbemerkt geblieben“, sagt er. Die Alarmanlage seines Wagens wurde ausgelöst, zudem ist der Scheinwerfer recht groß.

Der 46-Jährige ist zu Kompromissen bereit, um das Gerät zurückzubekommen und sichert demjenigen, der ihm helfen kann, einen großzügigen Finderlohn zu. Durch seine Arbeit als Senior Sales Manager einer Firma, die unter anderem die Lichttechnik bei Großevents stellt, kommt er viel rum. Beispielsweise arbeitet er hinter den Kulissen eines Konzerts oder besucht Fernsehshows. Das könne er als Finderlohn anbieten, zudem eine Übernachtung in einem Hotel mit einer Begleitperson oder auch Bargeld in Höhe von 250 Euro.

Neben dem gestohlenen Scheinwerfer entstand ein Schaden von 2000 Euro an seinem Auto – der Lack des Fahrzeugs wurde zerkratzt und Bedienhebel abgebrochen. Die Täter zerstachen die Dichtung, um die Türen aufzuhebeln und Zugang ins Innere des Wagens zu erlangen. Dabei seien von der Polizei Fingerabdrücke sichergestellt worden. Doch Stefan Wagner geht es nicht darum, den Täter zu finden, sondern primär, den Scheinwerfer zurückzubekommen. Egal wie. • Kontakt Stefan Wagner: 01 77/7 77 91 80.

Von Nico Beck 

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