Corona: Unternehmen und Kleinstbetriebe in der Region haben Angst um ihre Existenz

Das jetzt geltende Kontaktverbot lässt vor allem kleine Betriebe wie Frisöre und Geschäftsleute um ihre Existenz bangen.

Werra-Meißner.  Die seit Sonntag geltende Verschärfung des Kontaktverbots und die Schließung verschiedener Geschäfte wie Friseure hat die Unternehmer in der Region noch einmal zusätzlich getroffen. Geschäftsleute haben Angst um ihre Existenzen.

Eschweger Tafel stellt Betrieb ein, Sontraer Bürgerhilfe liefert

Ausfallen müssen momentan die Hilfeleistungen der Eschweger Tafel. Große Menschenansammlungen sind nicht mehr gestattet. Darüber hinaus zählten sowohl die Kunden der Tafel als auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter wegen ihres fortgeschrittenen Alters oftmals zu den Risikogruppen. Die Eschweger Tafel hat deswegen schon in der vergangenen Woche den Betrieb eingestellt. Die Sontraer Bürgerhilfe, die rund um Sontra rund 100 bedürftige Personen mit Grundnahrungsmitteln versorgt, hat auf Lieferservice umgestellt, um weiter helfen zu können. Sie hat ein anderes Problem: Ihr gehen die gespendeten Lebensmittel aus. Um zuzukaufen fehlt das Geld.

Physiotherapeutische Praxen arbeiten weiter

Die Verschärfungen des Kontaktverbotes als solches treffen Jan Gillers physiotherapeutische Praxis in Eschwege nicht. „Alle Leistungen“, so Giller, „sind ärztlich verordnet und somit nach wie vor zulässig.“ Allerdings hätten viele Patienten von sich aus Termine abgesagt. Bei anderen habe er nicht zwingend notwendige Behandlungen verschoben, um die Patienten keinem unnötigen Ansteckungsrisiko auszusetzen, „insbesondere dann, wenn die zu Risikogruppen gehören“.

Keine Massagen, Fitnessstudios sind zu

Ganz anders sieht das bei Wellnessmassage aus, bei den Leistungen des Fitnessstudios oder Konzert- und Sportveranstaltungen. Leistungen, die vorab bezahlt oder wenigstens angezahlt wurden, können nicht erbracht werden. Selbst private Feste müssen abgesagt werden; runde Geburtstage, Hochzeiten, Ehejubiläen. Bandbuchungen werden hinfällig, die Location muss abgesagt, dem Caterer gekündigt werden. Wir haben mit dem Eschweger Rechtsanwalt Dr. Lutz Bergner über die finanziellen Folgen geredet und darüber, wer sie zu tragen hat.

Frisöre ebenfalls betroffen 

Die Sorge um die Finanzen treibt Friseurmeisterin Maria Grimme-Weiland um, die in Großalmerode einen Salon betreibt. „Es ist eine harte Zeit für ein so kleines Unternehmen“, sagt die Selbstständige, die ihr Geschäft alleine mit Aushilfen betreibt. Große finanzielle Polster habe sie nicht aufbauen können und müsse jetzt erst einmal auf ihre privaten Rücklagen zurückgreifen.

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